Die seit November 2023 erfolgten Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen internationale Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden haben die wachsende Bedrohung von maritimem Terrorismus offenbart. Entlang der ostafrikanischen Küste weiten Terrorgruppen zunehmend ihre Operationen auf den maritimen Raum aus, indem sie Güter und Kämpfer über See schmuggeln und Angriffe gegen See- und Küstenziele durchführen. Der vorliegende Artikel untersucht das derzeitige Ausmaß von maritimem Terrorismus in Ostafrika sowie dessen Ursachen und aktuelle Entwicklungen. Dabei wird argumentiert, dass maritimer Terrorismus in Ostafrika überwiegend aus Schmuggelaktivitäten und Erpressung besteht, jedoch weniger aus offensiven Handlungen. Eine Untersuchung des Phänomens kann dazu beitragen, die Fragilität maritimer Sicherheit in Ostafrika besser nachzuvollziehen. Angesichts der zunehmenden geostrategischen und geo-ökonomischen Bedeutung des westlichen Indischen Ozeans erweist sich dieses Vorhaben als besonders relevant.
Stürmige See — Maritimer Terrorismus in Ostafrika télécharger