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Korruption

Ob im Fußball oder beim Straßenbau – Korruption hat viele Gesichter. Dabei gilt: Je undurchsichtiger und ungeregelter Entscheidungsprozesse ablaufen, desto höher ist das Risiko für Machtmissbrauch zur eigenen Bereicherung. Willkürliche und intransparente Entscheidungen, sei es in der Rechtsprechung, bei der Vergabe staatlicher Aufträge oder in der Besetzung öffent­licher Ämter, schaden dem Rechtsstaat, und verschlingen zusätzliche Ressourcen. Das Phänomen Korruption findet sich weltweit.

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Inhalt

Korruption

  • Editorial

    Ob im Fußball oder beim Straßenbau – Korruption hat viele Gesichter. Dabei gilt: Je undurchsichtiger und ungeregelter Entscheidungsprozesse ablaufen, desto höher ist das Risiko für Machtmissbrauch zur eigenen Bereicherung.

    von Gerhard Wahlers

  • Korrupte Richter – Bedrohung für den Rechtsstaat

    Richter sind das Kernstück eines funktionierenden Rechtsstaats. Leider sind auch sie nicht vor Korruption gefeit. Mehrere spektakuläre Fälle der letzten Jahre haben gezeigt, dass korrupte Richter weltweit ein Problem sind. Zwar müssen Lösungen im Kampf gegen Korruption in der Justiz auf nationaler Ebene gefunden werden, dennoch lohnt sich eine globale Perspektive auf dieses Phänomen.

    von Franziska Rinke , Marie-Christine Fuchs , Gisela Elsner, Aishwarya Natarajan, Arne Wulff, Nils Seidel, Hartmut Rank, Mahir Muharemović, Anja Schoeller-Schletter

  • Wenn das Licht ausgeht

    In Subsahara-Afrika hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu Elektrizität. Dies ist auch auf das endemische Ausmaß der Korruption zurückzuführen, deren Kosten Investitionen in den notwendigen Ausbau der Energieinfrastruktur verhindern. Der wichtigste Ansatz zur Korruptions­bekämpfung ist die Stärkung guter Regierungsführung und der Aufbau leistungsfähiger und rechenschaftspflichtiger staatlicher Institutionen, wie es in der Agenda 2030 unter Ziel 16 formuliert wurde. Auswirkungen von Korruption auf die Elektrizitätsversorgung in Subsahara-Afrika

    von Anja Berretta

  • Die Ukraine – transparent, aber korrupt?

    Die Ukraine ist das transparenteste korrupte Land in Europa. Korruption, Oligarchie und teilweise mafiöse Strukturen sind weiterhin Teil des Alltags der Menschen in der Ukraine, ob im Gesundheits- oder Bildungsbereich, in der Wirtschaft, im Zollwesen sowie in der Medienlandschaft. Nichtsdestotrotz wurden durch den Reformkurs der vergangenen Jahre mehr Transparenz und gesellschaftliches Bewusstsein für Korruption erreicht. Die deutsche Regierung und die Europäische Union unterstützen die Ukraine substanziell. Antikorruptions- und Justizreform sind Prioritäten.

    von Isabel Weininger

  • Nigerias aussichtsloser Kampf gegen Korruption

    Nigeria könnte eines der reichsten Länder in Afrika südlich der Sahara sein. Denn das Land verfügt über eine Öl- und Gasindustrie, die jedes Jahr Milliarden von US-Dollar in die Staatskassen spült. Dennoch steht das Land vor immensen Herausforderungen. Extreme Armut, eine schwächelnde Wirtschaft, eine marode Infrastruktur, Terrorismus und organisierte Kriminalität prägen das alltägliche Leben der Bevölkerung. Schuld am gegenwärtigen Zustand ist zu großen Teilen die Korruption, die seit Jahrzehnten dem Land die Mittel entzieht, die es für seine Entwicklung benötigt.

    von Vladimir Kreck

  • Das Recht auf Zugang zu Informationen

    Das globale Problem der Korruption und ein damit einhergehendes Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Verwaltung zeigt sich auch in Marokko. Auf Druck der Bevölkerung wurde 2011 die Verfassung geändert und das Recht auf Zugang zu Informationen geschaffen. Das marokkanische Informationszugangsgesetz gilt seit März 2019. Es kann eine entscheidende Rolle für mehr Transparenz im Land und im Kampf gegen Korruption spielen. Die Umsetzung der Reform wurde allerdings auf 2020 verschoben. Mittel zur Korruptionsbekämpfung in Marokko?

    von Steffen Krüger

Weitere Themen

  • New Great Games

    Mit den 2019 erstmals offiziell geführten Friedensgesprächen zwischen ­USA und Taliban und dem von Präsident Trump angekündigten möglichen US-Truppenrückzug aus Afghanistan könnte die fast zwanzigjährige ­NATO-Ära in dem Land zu Ende gehen. Für die Regionalstaaten Pakistan, Indien, Iran, Russland und China bieten die Entwicklungen Anreiz, die regionale Friedens- und Sicherheitsordnung neu zu gestalten. Die regionalen Interessen im afghanischen Friedensprozess

    von Ellinor Zeino

  • Die Welt und Wir: Globale Trends und Zukunftsthemen für die deutsche Politik

    In der global vernetzten Welt aus immer engeren Verbindungen von Menschen, Waren, Kapital und Dienstleistungen hängt Deutschlands Zukunftsfähigkeit entscheidend davon ab, wie frühzeitig neue Trends und Themen erkannt werden. Dies ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorbereitung politischer Entscheidungen, die Deutschlands und Europas Rahmenbedingungen für Freiheit und Demokratie, Innovation und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowie Sicherheit nach innen und außen positiv gestalten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat daher ihr internationales Netzwerk mit Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in mehr als 100 Ländern rund um den Globus befragt. Dabei zeigen sich folgende Trends, auf die Deutschland eingestellt sein muss.

    von Peter Fischer-Bollin

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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