Die Schulung wurde offiziell von Dr. Nansozi K. Muwanga, Geschäftsführerin des Julius Nyerere Leadership Centre, eröffnet, die die Teilnehmer begrüßte und RP SIPODI East Africa für die Zusammenarbeit dankte. In ihrer Ansprache unterstrich sie die Relevanz der Schulung im Rahmen der Philosophie von Mwalimu Julius Nyerere und betonte, dass eine wertebasierte, integrative und dienstleistungsorientierte Führung für die Förderung von Frieden und Sicherheit von entscheidender Bedeutung sei. Die Begrüßungsrede im Namen von RP SIPODI Ostafrika hielt Andrew Ssemujju, der das Engagement der KAS für die Förderung von Jugendführung, demokratischer Regierungsführung und Dialog als wichtige Säulen für nachhaltigen Frieden hervorhob.
Der erste Tag begann mit einer Sitzung über die Ideale von Mwalimu Julius Nyerere und ihre Bedeutung für Frieden und Sicherheit, die von Ivan Ssegawa Sebastian moderiert wurde. Diese Sitzung lieferte eine normative und ethische Grundlage für die nachfolgenden Diskussionen. Sitzungen zu transformativer Führung und Teambildung für Friedensinitiativen wurden von Nyaribi David von Action-Aid Uganda und Ssazi Ronald von Strong Minds Uganda moderiert, die den Teilnehmern praktische Führungskompetenzen in den Bereichen Mediation, Verhandlung und Resilienz vermittelten.
Effektive Kommunikation zur Konfliktlösung war Thema einer Sitzung unter der Leitung von Henry Kasacca, Geschäftsführer des Dialogue and Democracy Training Centre, und Allen Baguma, Führungsberaterin beim Private Education Development Network, wobei der Schwerpunkt auf Dialog, aktivem Zuhören und Konsensbildung lag. Eine Sitzung zum Thema emotionale Intelligenz und Konfliktlösung unter der Leitung von Dr. Gardner H. Rwakiseta, Programmkoordinator bei JNLC, betonte Selbstbewusstsein, psychisches Wohlbefinden und soziale Intelligenz als entscheidende Kompetenzen für Friedensstifter.
Die Nachmittagssitzungen befassten sich mit den Zusammenhängen zwischen Finanzmanagement und Friedensförderung unter der Leitung von Gloria Namata, Beraterin für Finanzkompetenz, gefolgt von einer Situationsanalyse zu Frieden und Sicherheit in Ostafrika. Diese letzte Sitzung wurde von Prof. Phillip Kasaija, Dozent am Institut für Politikwissenschaft der Makerere-Universität, und Emolot Allan David vom Interdependent Continental Youth Advisory Council geleitet und bot den Teilnehmern Einblicke in aktuelle regionale Sicherheitsherausforderungen.
Der zweite Tag begann mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionen des Vortages, gefolgt von einer Sitzung zum Thema Konfliktprävention und zur Konzeption, Umsetzung und Bewertung lokaler Friedensinitiativen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen regionale und internationale Rahmenwerke, darunter IGAD, die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) und die Agenda für Jugend, Frieden und Sicherheit. Die Teilnehmer nahmen auch an einem praktischen Workshop zum Einsatz sozialer Medien für die Friedensförderung teil, der von Ivan Ssegawa Sebastian und seinen Kollegen moderiert wurde. Die Sitzung befasste sich mit digitalen Tools, ethischen Überlegungen und rechtlichen Implikationen von Online-Friedenskampagnen. Interaktive Rollenspiele ermöglichten es den Teilnehmern, Konfliktszenarien zu simulieren, Ursachen zu analysieren und gewaltfreie Lösungen vorzuschlagen. Anschließend folgte eine gruppenbasierte Aktionsplanungssitzung, in der die Teilnehmer Vorschläge für lokale Friedensprojekte entwickelten und ihre Fähigkeiten in den Bereichen Angebotsentwicklung, Mobilisierung von Ressourcen und kooperative Ansätze zur Friedensförderung stärkten. Den Abschluss bildeten Kamin-Gespräche und Podiumsdiskussionen über die Rolle von Jugend und Geschlecht in Frieden und Sicherheit sowie über Wege zu nachhaltigem Frieden in Uganda und der Region der Großen Seen. In den Diskussionen wurde die unverhältnismäßige Auswirkung von Konflikten auf junge Menschen, insbesondere junge Frauen, hervorgehoben und gleichzeitig die Rolle der Jugend als wichtige Akteure für Mediation, Innovation und sozialen Zusammenhalt bekräftigt.
Die Schulung endete mit Schlussworten von Dr. Nansozi K. Muwanga und Juliet Uwera, Projektassistentin bei RP SIPODI Ostafrika, die die Teilnehmer für ihr aktives Engagement und ihren Einsatz während der gesamten Schulung lobten. Sie betonten, wie wichtig ein nachhaltiges Engagement und eine kontinuierliche Nachbereitung sind, um von Jugendlichen geleitete Friedensinitiativen zu unterstützen. Anschließend wurden den Teilnehmern Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss der Schulung und ihr Engagement für die Förderung von Frieden und Sicherheit an ihren Universitäten und in ihren Gemeinden überreicht. Mit dieser Initiative bekräftigten RP SIPODI East Africa und JNLC ihr gemeinsames Engagement für die Förderung einer neuen Generation von studentischen Führungskräften, die über die Werte, Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, die notwendig sind, um einen sinnvollen Beitrag zu nachhaltigem Frieden und Sicherheit in Uganda, der Region und ganz Afrika zu leisten.
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.