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Landwirtschaft

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Eine Welt ohne Hunger gibt es nur mit einer Landwirtschaft, die satt macht. Landwirtschaft ist Leben, überall und immer. Deshalb brauchen wir überall auf der Welt, aber auch bei uns eine starke und nachhaltige Landwirtschaft.

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft a. D.

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Landwirtschaft als Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit

In den letzten Jahren ist der Stellenwert von Klima- und Umweltschutz in unserer Gesellschaft stark gestiegen, da uns die Wissenschaft die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels deutlich vor Augen geführt hat. Zunehmend gerät dabei die Landwirtschaft in den Fokus, die global betrachtet für rund 13 Prozent der Kohlenstoffdioxid-, 44 Prozent der Methan- und 81 Prozent der Lachgasemissionen verantwortlich ist. Zudem lassen sich Biodiversitätsverluste in Agrarlandschaften konstatieren, da den Tier- und Pflanzenarten die Nahrungsgrundlage sowie die Brut- und Rückzugsmöglichkeiten fehlen. Gleichzeitig bedrohen Extremwettereignisse wie Dürren und Starkregen aber auch die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe.

Die Politik hat den Handlungsdruck erkannt, wie sich in den vielfältigen Initiativen des „European Green Deal“ und der kürzlich reformierten Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) zeigt. Die Landwirtschaft vollzieht folglich gerade einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Die große Herausforderung besteht darin, mehr Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz mit einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung bringt sich konstruktiv in diesen Transformationsprozess ein, indem sie beispielsweise durch Studien die Vorteile nachhaltiger Landnutzungssysteme, wie die Agroforstwirtschaft, herausarbeitet und den Dialog zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz fördert.

 

Ernährungssicherung durch eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft gewährleisten

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat wichtige Lieferketten unterbrochen und Preisschwankungen auf den Agrarmärkten verstärkt. Betroffen sind insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer, die von russischen und ukrainischen Getreidelieferungen abhängig sind. Obwohl in Europa ein hoher Selbstversorgungsgrad an Nahrungsmitteln festzustellen ist, hat der Krieg zu einem Paradigmenwechsel geführt: Ernährungssicherung wird – ebenso wie die Energieversorgung – als sicherheitspolitische Herausforderung gesehen und dadurch die Versorgungssicherheit als Kernaufgabe der Landwirtinnen und Landwirte wieder in den Fokus gerückt.

Durch eine wettbewerbsfähige und produktive Landwirtschaft einen hohen Selbstversorgungsgrad zu gewährleisten und einseitige Importabhängigkeiten zu vermeiden, ist zentraler Bestandteil einer umfassenden Sicherheitspolitik. Die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten ist keinesfalls mit protektionistischen Maßnahmen und Abschottung gleichzusetzen. Vielmehr bekennt sich die Konrad-Adenauer-Stiftung zum Freihandel und zeigt in fachspezifischen Veröffentlichungen und Expertengesprächen auf, dass der internationale Agrarhandel eine wichtige Stellschraube ist, um fragile Lieferketten zu schließen und Absatzmärkte für eigene Produkte zu erschließen.

 

Der Agrarsektor als Innovationstreiber

Mithilfe der Digitalisierung können Arbeitsabläufe optimiert und die Effizienz landwirtschaftlicher Betriebe gesteigert werden. Gleichzeitig leisten innovative Ansätze, die zu mehr Tierwohl führen und den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduzieren, einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltigere Landwirtschaft und fördern den Innovationsstandort Deutschland.

Mit den genomischen Verfahren stehen zudem vielversprechende biotechnologische Ansätze für die Pflanzenzüchtung zur Verfügung, die nicht nur eine bessere Anpassung der Pflanzen an den Klimaschutz ermöglichen und den Umweltschutz verbessern, sondern auch zu einer Ertragssteigerung führen, die vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung an Bedeutung gewinnt.

Innovationen sind jedoch nur dann erfolgreich, wenn sie von der Gesellschaft akzeptiert und genutzt werden. Konfliktlinien aufzuzeigen, einen konstruktiven Dialog zwischen verschiedenen Interessengruppen zu fördern und konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, ist daher integraler Bestandteil unserer Arbeit.


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Contact

Lina Rühl

Klima, Landwirtschaft und Umwelt

lina.ruehl@kas.de +49 30 26996-3502

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