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Lateinamerika – Der unterschätzte Partner

Cover der Ausgabe

Lateinamerika und Europa: Geht es nach den entsprechenden Strategiepapieren und Gipfelerklärungen, ist das eine „natürliche Partnerschaft“. Die politische Realität spiegelt das nur bedingt wider. Woran liegt das und wie können wir das große Potenzial dieser Allianz besser heben?

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Inhalt

Lateinamerika – Der unterschätzte Partner

  • Editorial der Ausgabe: „Lateinamerika – Der unterschätzte Partner“

    In einer sich wandelnden Weltordnung rückt Lateinamerika stärker in den strategischen Fokus Europas. Neue geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Interessen und der Wettbewerb mit globalen Akteuren verändern die Perspektive auf die Region. Welche Chancen ergeben sich daraus für eine engere Zusammenarbeit und welche Hindernisse gilt es zu überwinden?

    von Caroline Kanter

  • Ein Interview mit María Corina Machado

    „Ein Volk, das sich für die Freiheit entschieden hat, ist nicht aufzuhalten“

    Anfang 2026 griffen die USA militärisch in Venezuela ein und brachten den Machthaber Nicolás Maduro außer Landes. Doch das autoritäre Regime in Caracas blieb im Sattel, nun unter der Führung von Delcy Rodríguez. Oppositionsführerin María Corina Machado war von Maduro 2024 von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen worden. Der bis dahin weitgehend unbekannte Edmundo González, der an ihrer Stelle antrat, gewann die Wahl dennoch klar. Das Regime fälschte das Ergebnis und blieb de facto an der Macht. Der zuletzt im eigenen Land versteckt lebenden Machado gelang es Ende 2025, heimlich Venezuela zu verlassen, um zur Übergabe des ihr verliehenen Friedensnobelpreises zu reisen. Sie lebt seither im Exil. Mit den Auslandsinformationen sprach sie am 8. Mai über die Situation in ihrem Land, wie es weitergehen soll und warum uns das auch in Deutschland und Europa etwas angeht.

    von Sören Soika

  • Die Lateinamerika-Strategie der Trump-Regierung

    Von Monroe zu Donroe

    Die US-Strategie gegenüber Lateinamerika wird zunehmend von sicherheitspolitischen Themen geprägt. Migration, Drogenhandel und organisierte Kriminalität stehen im Fokus und werden vor allem militärisch adressiert. Welche Auswirkungen hat dieser Ansatz auf die Region und ihre Stabilität?

    von Hardy Ostry

  • Das EU-Mercosur-Abkommen

    Neuer Schwung für die europäisch-lateinamerikanischen Beziehungen

    Das EU-Mercosur-Abkommen gilt als Meilenstein – und als Streitfall zugleich. Zwischen wirtschaftlichen Chancen, Kritik und globalem Wettbewerb steht viel auf dem Spiel: für Unternehmen, Landwirtschaft und die internationale Rolle der EU. Kann das Abkommen Wachstum schaffen, ohne politische und ökologische Spannungen weiter zu verschärfen?

    von Patricia Enssle

  • Warum eine Lithiumpartnerschaft mit Bolivien für Deutschland und Europa strategisch entscheidend ist

    Wann, wenn nicht jetzt?

    Bolivien verfügt über die größten Lithiumreserven der Welt und öffnet sich politisch für internationale Partnerschaften. Gleichzeitig wächst für Europa der Druck, seine Rohstoffabhängigkeit zu reduzieren. Kann hier ein strategisches Bündnis mit globaler Wirkung entstehen oder überwiegen Risiken und Unsicherheiten?

    von Christina Stolte

  • „Viele Menschen in Brasilien wollen einen politischen Mittelweg“

    Ein Gespräch mit Maximilian Hedrich

    Brasilien steht vor wegweisenden Wahlen, geprägt von rivalisierenden politischen Lagern und einer schwachen Mitte. Während wirtschaftliche Sorgen und Sicherheitsfragen dominieren, bleibt eine überzeugende Alternative zwischen links und rechts aus. Welche Dynamiken bestimmen die Wahl und welche Folgen hat das für Europa?

    von Sören Soika, Magdalena Falkner

  • Die „Fünfte Welle“ des transnational organisierten Verbrechens in Lateinamerika

    Schattenwirtschaft und Pseudostaatlichkeit

    Das transnational organisierte Verbrechen hat sich zu einem global vernetzten System entwickelt, das staatliche Strukturen unterwandert und teilweise ersetzt. Mit der Entstehung einer möglichen „fünften Welle“ gewinnen Technologie, Einflussnahme und ökonomische Macht weiter an Bedeutung. Welche Risiken ergeben sich für Europa und wie kann es darauf reagieren?

    von Pablo Zeballos

  • Mexiko als Schauplatz verschiedener Migrationsformen

    Vom Auswanderungsland zum Knotenpunkt

    Migration in Mexiko ist eng mit der Politik der USA verknüpft. Verschärfte Grenzkontrollen und die Externalisierung der Migrationspolitik verändern die Dynamik tiefgreifend. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Mexiko?

    von Johannes Hügel, Nikolaus Rischbieter

  • Wie sich Spanien und Portugal als Brücken zwischen Europa und Lateinamerika positionieren

    Die iberoamerikanische Achse

    Lateinamerika wird zunehmend zum Schauplatz globaler Machtverschiebungen. In diesem Kontext positionieren sich Spanien und Portugal als strategische Vermittler zwischen Europa und der Region. Wie stabil ist der Einfluss der „iberischen Brücke“ und ist dieser tatsächlich auch im gesamteuropäischen und deutschen Interesse?

    von Martin Friedek, Ludger Gruber

  • Lateinamerikas Blick nach Asien am Beispiel der Pazifikallianz

    Auf der Suche nach neuen Allianzen

    Mit der Pazifikallianz versuchen lateinamerikanische Staaten, ihre wirtschaftliche Integration strategisch auf den asiatisch-pazifischen Raum auszurichten. Flexible Strukturen und offene Märkte bieten Chancen – doch geopolitische Konkurrenz und strukturelle Ungleichgewichte setzen Grenzen.

    von Andreas Michael Klein

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Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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