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Veranstaltungsberichte

United for a Europe of Peace

von Juro Avgustinović

Internationale Konferenz

Vom 22. bis 24. Oktober 2026 fand in Zagreb und Karlovac die internationale Paneuropa-Konferenz „United for a Europe of Peace“ statt. Sie brachte Vertreter aus Politik, Wissenschaft, europäischen Institutionen und paneuropäischen Organisationen sowie junge europäische Führungskräfte zusammen. Im Mittelpunkt standen die europäische Integration, die EU als Friedensprojekt und die gemeinsame Verantwortung für Europas Zukunft. Organisiert wurde die Konferenz von der Kroatischen Paneuropäischen Union (HPEU) in Zusammenarbeit mit der Internationalen Paneuropäischen Union, der Akademischen Gemeinschaft „Dr. Ante Starčević“ und dem KAS-Auslandsbüro Kroatien-Slowenien.

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In Zagreb eröffnete Prof. Dr. Pavo Barišić, Präsident der Internationalen und Kroatischen Paneuropäischen Union, die Konferenz. Er betonte, dass Frieden schwer zu erreichen und noch schwieriger dauerhaft zu bewahren sei. Angesichts internationaler Spannungen und transatlantischer Differenzen forderte er mehr europäische Verantwortung für die eigene Sicherheit, eine stärkere Verteidigungsfähigkeit und eine Beschleunigung der EU-Erweiterung. Mit Verweisen auf Robert Schuman und Konrad Adenauer erinnerte er an die historischen Grundlagen der europäischen Friedensordnung und die anhaltende Bedeutung der paneuropäischen Idee. Dr. Norbert Eschborn, Direktor des KAS-Auslandsbüros Kroatien-Slowenien, zeigte sich ermutigt durch die Teilnahme vieler junger Mitglieder der Paneuropa-Union. Deren vordringliche Aufgabe sei es, das Kernstück europäischer Identität – Frieden und Kooperation durch Dialog – weiter zu erhalten und für die Zukunft zu stärken.

In einem Schreiben an den kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenković rief Alain Terrenoire, Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropäischen Union, zu gemeinsamem europäischem Handeln auf. EU-Kommissarin Dubravka Šuica unterstrich in einer Videobotschaft die Bedeutung enger Zusammenarbeit für Frieden und Stabilität. Marko Pavić, Abgeordneter des kroatischen Parlaments und Vertreter des Parlamentspräsidenten Gordan Jandroković, verwies auf Kroatiens Erfahrungen mit politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Zudem betonte er die Unterstützung des europäischen Weges der Ukraine, Bosnien und Herzegowinas sowie weiterer Staaten des westlichen Balkans.

Die erste Podiumsdiskussion „United Europe in the Mission of Peace“ behandelte den Beitrag der europäischen Einigung zur Friedenssicherung und die Rolle der paneuropäischen Bewegung für die internationale Verständigung. Dabei standen grenzüberschreitende Zusammenarbeit und gemeinsame Werte angesichts geopolitischer Herausforderungen im Vordergrund.

Am zweiten Konferenztag wurde das Programm in Karlovac fortgesetzt. Nach Grußworten von Barišić und Bürgermeister Damir Mandić stand die Verleihung der Verdienstmedaille der Deutschen Paneuropa-Union an Ministerpräsident Andrej Plenković im Mittelpunkt. Die Auszeichnung wurde von Bernd Posselt, Präsident der Deutschen Paneuropa-Union, überreicht. Er würdigte Plenkovićs europäischen Werdegang – von seinen frühen diplomatischen Tätigkeiten über seine Arbeit im Europäischen Parlament bis zu seiner Amtszeit als Ministerpräsident. Besonders hob er Kroatiens Beitritt zum Schengen-Raum und zur Eurozone sowie Plenkovićs Unterstützung für die Ukraine hervor, für die dieser sich bereits als Europaabgeordneter eingesetzt hatte. Posselt bezeichnete ihn als „Kämpfer für Europa und für die Freiheit“.

In seiner Dankesrede thematisierte Plenković Europas aktuelle Herausforderungen, die Beziehungen der EU zu den Vereinigten Staaten, Russland und China sowie die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Migration und demografische Entwicklungen bezeichnete er als zentrale Zukunftsfragen. Darüber hinaus hob er die Bedeutung von Solidarität, gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsamen Werten hervor. Die Paneuropäische Union würdigte er als wichtigen Akteur bei der Stärkung der europäischen und internationalen Position Kroatiens.

Drei weitere Podiumsdiskussionen ergänzten das Programm. Unter dem Titel „The European Union as a Peace-Making Project“ erörterten die Europaabgeordneten Karlo Ressler und Davor Ivo Stier (HDZ/EVP) die europäische Friedensordnung und aktuelle politische Herausforderungen. Die dritte Runde, „Pan-Europe on World Peace“, vereinte Vertreter paneuropäischer Organisationen aus mehreren europäischen Ländern. Die vierte Diskussion, „Young People United for a Europe of Peace“, widmete sich der Verantwortung der jungen Generation. Vertreter von Jugendorganisationen unter anderem aus der Ukraine, Belgien, Deutschland, Montenegro, Österreich und Spanien tauschten sich über ihren Beitrag zu einem geeinten und friedlichen Europa aus.

Den Abschluss bildete ein Koordinierungstreffen der Jugend der Internationalen Paneuropäischen Union in Zagreb. Die Zusammenarbeit zwischen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der HPEU unterstrich ihr gemeinsames Engagement für den europäischen Dialog, politische Bildung und demokratische Werte. Die Konferenz verdeutlichte die Bedeutung europäischer Einigkeit für Frieden, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit sowie die Verantwortung Europas für seine eigene Sicherheit und eine glaubwürdige Beitrittsperspektive seiner Nachbarstaaten.

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Kontakt Dr. Norbert Eschborn
Dr. Norbert Eschborn
Leiter Auslandsbüro Kroatien und Slowenien
norbert.eschborn@kas.de +385 1 4882 650 +385 1 4882 656
Kontakt

Anita Šakić

Anita Šakić
Projektkoordinatorin
anita.sakic@kas.de +385 1 4882-652 +385 1 4882-656

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Über diese Reihe

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