Über zwei Tage hinweg untersuchte die Konferenz, wie neue Technologien die globale Governance, die demokratische Resilienz, die Verteidigung, die strategische Autonomie und die wirtschaftliche Entwicklung verändern. In verschiedenen Panels tauschten die Teilnehmenden Perspektiven zu den Chancen und Risiken aus, die sich aus künstlicher Intelligenz, kritischen Rohstoffen, digitaler Infrastruktur und dem Wandel der modernen Kriegsführung ergeben.
Eröffnungsreden – Vom Gleichgewicht zur Disruption: Technologie und die Zukunft globaler Macht
Die Konferenz wurde mit Eröffnungsreden von Celso Amorim, Chefberater des Präsidenten Brasiliens, Anna-Kaisa Heikkinen, Generaldirektorin im finnischen Außenministerium, und Henning Speck, Leiter des Leitungsstabs im Auswärtigen Amt, eröffnet. Moderiert wurde die Sitzung von Diego Schalper, Mitglied der chilenischen Abgeordnetenkammer. Die Sitzung bildete den konzeptionellen Rahmen der Konferenz und untersuchte, wie der technologische Wandel Macht, Souveränität und die internationale Ordnung neu definiert.
Flash Talk I – Lateinamerika zwischen den Machtpolen: Strategische Positionierung im Wandel globaler Routen
Im ersten Flash Talk untersuchte Larissa Wachholz, Senior Fellow beim CEBRI und Partnerin bei Vallya, wie Lateinamerika seine strategische Positionierung angesichts des zunehmenden geopolitischen Wettbewerbs und der Veränderungen globaler Handels- und Technologienetzwerke stärken kann.
Panel I – Globale Governance im Zeitalter der Disruption: Multilateralismus, Innovation und strategische Autonomie
Mit Vinicius de Carvalho (King's College London), Iñigo Guevara Moyano (Janes Strategic Services) und Benedikt Franke (Munich Security Conference), moderiert von Simone de Manso (Politische Analystin), untersuchte das Panel, wie technologische Disruption und geopolitische Fragmentierung den Multilateralismus verändern. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen strategische Autonomie, neue Governance-Modelle und neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika.
Ein zentrales Thema war die wachsende Bedeutung strategischer Autonomie, die nicht als Isolation verstanden wurde, sondern als Fähigkeit, Verwundbarkeiten durch diversifizierte Partnerschaften, resiliente Lieferketten und stärkere eigene Kapazitäten zu reduzieren. In diesem Zusammenhang wurden Europa und Lateinamerika als Regionen mit konvergierenden Interessen an einer stärkeren technologischen Zusammenarbeit identifiziert, bei gleichzeitiger Wahrung ihrer politischen und wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit.
Panel II – Künstliche Intelligenz und Demokratie: Zwischen Innovation und institutioneller Erosion
Mit Dora Kaufman (PUC-SP/CEBRI), Eduardo Magrani (Harvard Berkman Klein Center) und Omar Paganini, ehemaliger Außenminister Uruguays, moderiert von Leonardo Paz Neves (FGV), befasste sich die Diskussion mit den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz für die demokratische Governance. Zu den behandelten Themen gehörten die Regulierung von KI, Desinformation, institutionelle Resilienz und digitales Vertrauen.
Die Diskussion machte zudem die Herausforderungen einer wirksamen Governance schnell fortschreitender Technologien deutlich. Die Teilnehmenden betonten, dass regulatorische Rahmenbedingungen häufig Schwierigkeiten haben, mit dem Innovationstempo Schritt zu halten, und unterstrichen die Notwendigkeit adaptiver Governance-Modelle, die öffentliche Aufsicht, die Einbindung des Privatsektors und internationale Zusammenarbeit miteinander verbinden.
Interview – Innovation, Demokratie und die Zukunft
Die Journalistin Leila Sterenberg führte ein persönliches Gespräch mit Silvio Meira, Chief Scientist bei TDS.company, über die Auswirkungen technologischer Innovation auf Demokratie, digitale Transformation und die Zukunft der Governance. Das Interview bot eine praxisorientierte Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen, die durch künstliche Intelligenz und neue Technologien entstehen.
Panel III – Verteidigung und Innovation: Europa und Lateinamerika vor einem Weckruf
Danielle Ayres (Amt für Institutionelle Sicherheit der Präsidentschaft Brasiliens), Brynja Oskarsdottir (Parlamentarische Versammlung der NATO) und André Clark (Viveo) diskutierten unter der Moderation von Botschafterin Karin Wallensteen, wie neue Technologien die Verteidigung, die industrielle Zusammenarbeit und die strategische Autonomie verändern. Das Panel hob die Bedeutung von Innovationsökosystemen und stärkeren Partnerschaften zwischen Europa und Lateinamerika hervor.
Die Diskussion hob zudem die zunehmend wichtige Rolle des Privatsektors bei der Entwicklung kritischer Technologien hervor und verdeutlichte die daraus entstehenden Herausforderungen für Regierungen, die ein Gleichgewicht zwischen Innovation, nationaler Sicherheit und technologischer Souveränität anstreben. Europa und Lateinamerika wurden als Regionen identifiziert, die vor ähnlichen strategischen Herausforderungen stehen und über komplementäre Stärken verfügen, die eine vertiefte Zusammenarbeit ermöglichen könnten.
Flash Talk II – Europäische Verteidigungsautonomie in einer fragmentierten Welt
Steven Everts, Direktor des Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien (EUISS), gab einen Überblick über die sich wandelnde europäische Verteidigungsstrategie und untersuchte, wie technologische Innovation und geopolitische Fragmentierung das Streben nach größerer strategischer Autonomie vorantreiben.
Panel IV – Strategische Rohstoffe und Souveränität: Die neue Geopolitik der Seltenen Erden
Das Panel brachte Maciej Filip Bukowski (Warsaw Security Forum), Rafaela Guedes (CEBRI) und Marisol Pérez Tello, ehemalige Ministerin für Justiz und Menschenrechte Perus, zusammen und wurde von Loana von Gaevernitz Lima (AHK Rio) moderiert. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die wachsende geopolitische Bedeutung kritischer Rohstoffe, resiliente Lieferketten und Möglichkeiten der industriellen Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika.
Die Diskussion machte deutlich, dass sich der geopolitische Wettbewerb zunehmend nicht nur um die Gewinnung kritischer Rohstoffe dreht, sondern auch um die industriellen Kapazitäten, die für deren Verarbeitung und Weiterverarbeitung erforderlich sind. In diesem Zusammenhang wurde Chinas dominante Stellung in den globalen Lieferketten als eine zentrale strategische Herausforderung identifiziert, die die Notwendigkeit stärker diversifizierter und resilienter Beschaffungsstrategien unterstreicht.
Panel V – Neue Technologien und moderne Kriegsführung: Drohnen, LAWS und künstliche Intelligenz
Mit Igor Marchesini (CEBRI), Tomasz Smura (Casimir Pulaski Foundation) und Peter Neumann (King's College London), moderiert von Sabrina Medeiros (Universidade Lusófona), untersuchte das abschließende Panel, wie künstliche Intelligenz, Drohnen, Cyberfähigkeiten und autonome Systeme die moderne Kriegsführung verändern. Die Diskussion befasste sich zudem mit den Herausforderungen bei der Regulierung neuer Militärtechnologien und der Stärkung der Resilienz in einem zunehmend komplexen Sicherheitsumfeld.
Die Diskussion betonte, dass moderne Konflikte zunehmend über konventionelle Schlachtfelder hinausgehen und auch den Cyberraum, den Informationsraum und kritische Infrastrukturen umfassen. Technologische Überlegenheit hängt heute nicht nur von fortschrittlichen militärischen Fähigkeiten ab, sondern ebenso von Daten, Innovation, schneller Anpassungsfähigkeit und zivil-militärischer Zusammenarbeit.
Schlussbemerkungen
Die Diskussionen im Rahmen der XXIII. Internationalen Sicherheitskonferenz Forte haben deutlich gemacht, dass technologischer Wandel längst kein sektorales Thema mehr ist, sondern zu einer zentralen Treibkraft der internationalen Politik geworden ist. Von künstlicher Intelligenz und kritischen Rohstoffen bis hin zu Verteidigungsinnovation und digitaler Governance verändert Technologie die Art und Weise, wie Staaten Macht ausüben, ihre Souveränität schützen und in einer zunehmend fragmentierten Welt zusammenarbeiten.
Obwohl sich die einzelnen Sitzungen mit unterschiedlichen Themen befassten, liefen sie in einem gemeinsamen Verständnis zusammen: Die Stärkung der Resilienz, Investitionen in technologische Fähigkeiten und der Aufbau vertrauensvoller internationaler Partnerschaften werden entscheidend sein, um den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu begegnen. Die Konferenz hob zudem die zunehmende strategische Konvergenz zwischen Europa und Lateinamerika hervor und zeigte, dass beide Regionen gemeinsame Interessen an der Förderung demokratischer Governance, von Innovation, nachhaltiger Entwicklung und internationaler Stabilität haben.
Darüber hinaus bekräftigte die Konferenz die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Regierungen, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft. Da sich der technologische Wandel weiter beschleunigt, spielen Plattformen wie die Internationale Sicherheitskonferenz Forte eine zunehmend wichtige Rolle bei der Förderung fundierter Debatten, der Stärkung internationaler Zusammenarbeit und der Entwicklung von Ideen, die zu einer evidenzbasierten Politikgestaltung in einem sich wandelnden globalen Sicherheitsumfeld beitragen können.
Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz übersetzt.
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