Sicherheit im Ostseeraum

Eine nordisch-baltische Perspektive

März28Dienstag

Datum/Uhrzeit

28. März 2017, 18:00-20:00 Uhr

Ort

Akademie Berlin, Tiergartenstraße 35, Berlin, Deutschland. Zur Website ›

mit

Niklas Granholm | Linas Kojala | Henrik Praks | Flemming Splidsboel Hansen| Elisabeth Bauer | Jakob Wöllenstein

Typ

Diskussion

Podiumsgespräch

Die strategische Bedeutung des Ostseeraums für Sicherheit und Stabilität in Europa ist in den letzten Jahren klar gewachsen und dabei auch in Westmitteleuropa immer stärker in den politischen Fokus gerückt. Zentraler Faktor ist dabei das angespannte Verhältnis gegenüber Russland, das mit fünf der acht Ostseeanrainerstaaten eine direkte Grenze teilt und seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch viele seiner Nachbarn als Bedrohung wahrgenommen wird.

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Bündnispolitisch gestaltet sich der Ostseeraum als ein vielfältiges Geflecht institutioneller Mitgliedschaften und Zugehörigkeiten, die Geschichte, Ausrichtung und politische Präferenzen der Anrainerstaaten widerspiegeln: Während die baltischen Staaten und Deutschland sowohl der NATO als auch der Europäischen Union und dem Euroraum angehören, sind die skandinavischen Länder – mit Ausnahme Dänemarks – nur Mitglied in jeweils einem der Bündnisse, obgleich Schweden und Finnland immer konkreter über einen NATO-Beitritt nachdenken und Kooperationsabkommen geschlossen haben. Kopenhagen hat für seine EU-Mitgliedschaft verschiedene Opt-Outs verhandelt, etwa im Bereich der GSVP, und ist kein Mitglied im Euro. Letzteres verbindet das Land mit Polen, welches sich wiederum stark für den Ausbau gemeinsamer Verteidigung einsetzt und ebenso wie Lettland, Litauen und Estland seit Jahresbeginn ein multinationales NATO-Bataillon beherbergt.

Wie wirkt sich diese Vielfalt an Präferenzen und Zugehörigkeiten auf die Sicherheit in der Region aus, welche Konzepte bestehen zu den gemeinsamen Herausforderungen, wie bringen die Staaten ihre speziellen Fähigkeiten in die Zusammenarbeit ein und welche Rolle kommen Deutschland, der NATO und der Europäischen Union dabei zu? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Experten aus der Region diskutieren und vertiefen.

Konferenzsprache ist Englisch.

Ablauf

18:00 Uhr

Begrüßung

Jakob Wöllenstein
Konrad-Adenauer-Stiftung, Referent Ostmittel- und Nordeuropa

18:10 Uhr

Key Note

Niklas Granholm
Swedish Defence Research Agency (FOI), Deputy Director of studies at the Division for Defence Analysis; Associate fellow at the Royal United Services Institute (RUSI)
Schweden

18:30 Uhr

Kommentare und Expertendiskussion

Linas Kojala
Eastern European Study Center, Direktor
Litauen


Henrik Praks
International Centre for Defence and Security Direktor der Annual Baltic Conference on Defence
Estland


Flemming Splidsboel Hansen
Danish Institute for International Studies Research Coordinator, Senior Researcher im Bereich Internationale Sicherheit
Dänemark


Moderation:

Elisabeth Bauer
Konrad-Adenauer-Stiftung, Leiterin des Auslandsbüros für die Baltischen Staaten und Skandinavien

19:45 Uhr

Empfang im Foyer

Anfahrt

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NATO-Schiffe bei der Marine-Übung BALTICOPS im Juni 2015 | © U.S. Navy / Amanda S. Kitchner

NATO-Schiffe bei der Marine-Übung BALTICOPS im Juni 2015 | © U.S. Navy / Amanda S. Kitchner

Ansprechpartner

Jakob Wöllenstein

Länderreferent Ostmitteleuropa

Jakob Wöllenstein
Tel. +4930 26996 3458
Fax +4930 26996 53458
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ Français,‎ Polski,‎ русский,‎ Italiano