Die energiepolitische Zukunft der EU
Martin Reuber, Handreichungen zur Politischen Bildung, Wesseling/Eichholz, 29. Apr. 2010
Hrsg.: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Europapolitik hautnah erleben konnten vom 25. - 29. April 20 Studentinnen und Studenten in Gesprächen mit Vertretern von Kommission und Parlament in Brüssel. Anschließend mussten sie selbst die Rollen von Kommissaren, Abgeordneten, Ministern, Präsidenten und Regierungschefs übernehmen ...
Europapolitik hautnah erleben konnten vom 25. - 29. April 20 Studentinnen und Studenten in Gesprächen mit Vertretern von Kommission und Parlament in Brüssel. Anschließend mussten sie selbst die Rollen von Kommissaren, Abgeordneten, Ministern, Präsidenten und Regierungschefs übernehmen, um zu entscheiden, wie das europäische Energiekonzept der Zukunft aussehen, wie die EU auf die Rohstoffabhängigkeit ihrer Mitgliedstaaten reagieren und wie sie dem Klimawandel begegnen sollte. Ziel des Simulationsspiels war es, am Beispiel eines strategisch wichtigen Themas mit hohem Aktualitätsbezug zentrale Elemente des neuen Lissaboner Vertrags vorzustellen: Die Parlamentarisierung der EU (Aufwertung des Europäischen Parlaments zu einem mit dem Rat gleichberechtigten Gesetzgeber im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren), die neu geschaffene Rolle des Präsidenten des Europäischen Rats und den Mehrwert europäischen Handelns am Besipiel einer neuen Kompetenz: Energiepolitik. Der handlungsorientierte Erlebnischarakter des Spiels sollte die Gesprächseindrücke in Brüssel dadurch nachhaltiger vertiefen, dass die Seminarteilnehmer aus der Zuhörerrolle die Funktion politisch Handelnder übernehmen mussten. Dadurch wurden die Teilnehmer zur europapolitischen Meinungsbildung herausgefordert und mussten ihre Positionen - ob als Vertreter europäischer Organe oder als Mitglieder nationaler Regierungen - argumentativ verteidigen und bei der Entscheidungsfindung auch durchzusetzen versuchen. Die realitätsnahe Spielsituation - es wurde mit Originalvorlagen der EU gearbeitet - überzeugte nicht nur methodisch. Auch inhaltlich gelang es, ein differenziertes Bild des europäischen Prozesses der Entscheidungsfindung zu vermitteln.
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Bild aus der Veranstaltung |

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