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Veranstaltungsbeiträge

„Der 17. Februar 2008 teilt unser Land in zwei Epochen“

Der Präsident der Republik Kosovo zu Besuch in Berlin


Berlin, 7. Mai 2010

 
 

Der Präsident der Republik Kosovo, Fatmir Sejdiu, hat in Berlin um weitere Unterstützung für sein Land gebeten und gleichzeitig Deutschland und der Konrad-Adenauer-Stiftung für die langjährige Hilfe insbesondere seit der Unabhängigkeitserklärung 2008 gedankt.

 
  • Fatmir Sejdiu

    Dr. Hans-Gert Pöttering (r.) und Fatmir Sejdiu

  • Fatmir Sejdiu

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  • Fatmir Sejdiu

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„Der 17. Februar 2008 teilt die Geschichte unseres Landes in zwei Epochen“, so Sejdiu. Das Kosovo blicke jetzt zuversichtlich in die Zukunft und stolz zurück auf das, was innerhalb von nur zwei Jahren geleistet worden sei. Dazu zählt Sejdiu etwa die Reformen der Judikative und Exekutive sowie die Privatisierung der Wirtschaft. Der Staatsaufbau sei nun „abgeschlossen.“ Nun könne man sich auf Themen wie Bildung, Arbeit und soziale Sicherheit konzentrieren. Zudem kündigte Sejdiu an, die Korruption stärker zu bekämpfen.

Keinen Zweifel ließ Sejdiu daran, wohin der Weg des Kosovo international führt: in die Europäische Union: „Das Kosovo darf kein schwarzer Fleck auf der europäischen Karte bleiben.“ Brüssel zählt Kososvo zwar offiziell zu den potenziellen EU-Beitrittskandidaten. Zunächst muss aber der Internationale Gerichtshof entscheiden, ob die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo von Serbien im Einklang mit dem Völkerrecht steht. Belgrad betrachtet das Kosovo unverändert als seine autonome Provinz.

„Jeder Versuch, die weitere Anerkennung Kosovos zu stoppen, werde scheitern, da wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Sejdiu. Entgegen anderer Behauptungen stelle sein Land kein Risiko für die Stabilität in der Region dar. In der Bevölkerung gebe es keine Revanchegelüste gegen die serbische Minderheit. Stattdessen setze man auf ein Miteinander: „Wir wollen nicht, dass die Serben unter der gleichen Apartheid leiden, wie wir sie erlebt haben.“ Die neue Verfassung betone daher ausdrücklich die Gleichheit der Volksgruppen und die Bedeutung des Minderheitenschutzes. Sie sei damit „das Beste, was die moderne Demokratie zu bieten hat.“

 

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