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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Handreichungen zur Politischen Bildung

In Anlehnung an das gleichnamige Internetportal erstellte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Wanderausstellung „DDR: Mythos und Wirklichkeit. Wie die SED-Diktatur den Alltag der DDR-Bürger bestimmte”, die für eine Präsentation an Schulen konzipiert wurde. Mit dieser Ausstellung erleichtern wir den Einstieg in das Thema für Schüler und Lehrer. Sie soll zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Dabei beschränkt sie sich auf Aspekte und Fakten, die im Zuge der Beschäftigung mit dem Thema für Schüler wesentlich sind. Die Ausstellung kann und soll kein allumfassendes Bild vom Alltag in der DDR bieten. Diese in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. erstellte Handreichung ist als Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer für den Einsatz der Ausstellung im Unterricht gedacht.

Vierzig Jahre, von 1949 bis 1989, war die Diktatur der SED verantwortlich für die Unterdrückung von DDR-Bürgern. Weit über eintausend Menschen starben bei dem Versuch, die innerdeutsche Grenze, die Mauer und den Stacheldraht, zu überwinden und in die Freiheit zu fliehen. 1989, im Jahr der Friedlichen Revolution, waren rund 91000 hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (Stasi) mit der Bespitzelung der Menschen beschäftigt. Zeitweise versorgten fast 200000 „IM” (Inoffizielle Mitarbeiter) die Stasi mit Informationen über Partner, Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter im Betrieb oder im Büro. Zu den Aufgaben der Stasi zählte aber nicht allein die geheime Beobachtung ihrer Opfer, etwa durch das Abhören von Wohnungen. Sie versuchte vielmehr den Willen der Menschen durch die Verbreitung von Lügen im Umfeld ihrer „Zielpersonen”, durch Drohungen und permanente Kontrolle gezielt zu „zersetzen”, wie es in der trockenen Sprache der Funktionäre hieß. Angst und Zwang sollten Oppositionelle – oder auch nur als potentielle Gegner des „demokratischen Sozialismus” geltende Personen – gefügig machen. Entlassungen und Studienverbote wurden veranlasst, sogar Ehepartner manipuliert und zur Beobachtung erpresst. Viele Opfer dieser systematischen Zerstörung ihres Lebens leiden noch heute an den Folgen.

Über zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 verblassen die Erinnerungen an den Charakter und die für viele Opfer gravierenden Folgen der SED-Diktatur. Gegen das Vergessen müssen wir in Deutschland gemeinsam arbeiten, und das bedeutet vor allem, die jungen Menschen für diesen wesentlichen Teil der deutschen Geschichte zu interessieren und über die SED-Herrschaft aufzuklären. Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert Lesungen, Tagungen, Vorträge, Seminare, Filmvorführungen, Schulveranstaltungen u.a., um das Wissen über die SED-Diktatur lebendig zu halten. Dabei geht es nicht zuletzt darum, dass sich Ost- und Westdeutsche mit den Überlieferungen in den Familien auseinandersetzen und die Generationen ins Gespräch kommen.

Um das Interesse und das Wissen junger Menschen in zeitgemäßer Weise zu fördern, ihnen grundlegende und weiterführende Informationen anzubieten, betreibt die Konrad-Adenauer-Stiftung das Wissensportal www.ddr-mythen.de im Internet. Hier präsentieren wir nach Themen geordnete Sachinformationen zur Diktatur der SED und zum Alltag in der DDR. Schülerinnen und Schüler können ihr Wissen zudem anhand eines Quiz testen, außerdem finden Sie dort in einer eigenen Rubrik weiteres Material zur Behandlung des Themas im Unterricht.

In Anlehnung an das Internetportal erstellte das Bildungswerk Hannover der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Wanderausstellung „DDR: Mythos und Wirklichkeit. Wie die SED-Diktatur den Alltag der DDR-Bürger bestimmte”, die für eine Präsentation an Schulen konzipiert wurde. Mit dieser Ausstellung, die zahlreiche Schulen in Verbindung mit einem Zeitzeugengespräch bereits gezeigt haben, erleichtern wir den Einstieg in das Thema für Schüler und Lehrer. Sie soll zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Dabei beschränkt sie sich auf Aspekte und Fakten, die im Zuge der Beschäftigung mit dem Thema für Schüler wesentlich sind. Die Ausstellung kann und soll kein allumfassendes Bild vom Alltag in der DDR bieten.

Diese in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. erstellte Handreichung ist als Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer für den Einsatz der Ausstellung im Unterricht gedacht. Ulrich Bongertmann, Landesfachreferent in Mecklenburg-Vorpommern und Studienleiter für Geschichte in Rostock, stellte die Lernziele und Arbeitsaufträge mit Rücksicht auf die verschiedenen Schulformen und den unterschiedlichen Wissensstand von Schülern zusammen. Unter www.ddr-mythen.de finden Sie dieses Angebot ebenfalls, ergänzt durch weiterführende Links zu den einzelnen Aspekten der Kapitel unserer Ausstellung.

Wir laden Sie ein, dieses Angebot zu nutzen und stehen Ihnen für Fragen oder Anregungen gerne zur Verfügung.

Inhalt

Vorwort 5
Einführung 7
Didaktische und methodische Hinweise zur Nutzung der Ausstellung im Unterricht 8
 
I. Der DDR-Staat - Eine sozialistische Diktatur 11
Mythos: „Die DDR war ein demokratischer Rechtsstaat”
Mythos: „Die Stasi war ein ganz normaler Geheimdienst”
 
II. Das Volk der DDR – Eingemauert und überwacht 17
Mythos: „In der DDR gab es genug Wohnungen, Lebensmittel, Autos...”
Mythos: „Die DDR-Bürger wollten nicht ins westliche Ausland reisen”
Mythos: „Die DDR war eine saubere Sportmacht”
 
III. Wirtschaft und Umwelt in der DDR 25
Mythos: „Die DDR war eine Wirtschaftsmacht”
Mythos: „Planwirtschaft und Sozialismus ermöglichten einen hohen Lebensstandard”
Mythos: „Die DDR trat für den Umweltschutz ein”
 
IV. Schule und Ausbildung in der DDR 33
Mythos: „Im DDR-Schulsystem hatten alle gleiche Chancen”
Mythos: „In der DDR konnte man das Studienfach frei wählen”
Mythos: „Die Wehrpflicht in der NVA diente allein der Ausbildung von Soldaten”
 
V. Jugend und Kultur in der DDR 41
Mythos: „Der Staat nahm kaum Einfluss auf die Freizeit-Gestaltung Jugendlicher”
Mythos: „Die kreative Entfaltung wurde nicht behindert”
 
Der Autor 46
Ansprechpartner in der Konrad-Adenauer-Stiftung 46

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Kontakt

AbbildungJohanna Kyriazoglou
Sekretärin/Sachbearbeiterin
Tel. +49 2241 -246 4243
Johanna.Kyriazoglou(akas.de

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