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Veranstaltungsberichte

Fiktiver Wahlkampf in "Atwater"

15 junge Führungskräfte nehmen an 11. KAS Summer School teil

20. Aug. 2012


Zum elften Mal versammelte die Konrad-Adenauer-Stiftung in diesem Jahr 15 politische Nachwuchshoffnungen aus aller Welt für eine gemeinsame Summer School, diesmal zum Thema "Neue Medien und Pressefreiheit". Das gegenseitige Kennenlernen ist dabei genau so wichtig wie die Lektionen über aktuelle politische Themen oder politische Kommunikation: Schließlich steht der politische Nachwuchs in vielen Ländern der Welt vor ähnlichen Herausforderungen.

Fünfzehn Teilnehmer aus fünfzehn Ländern und fünf Kontinenten nahmen an der diesjährigen Summer School zu politischer Kommunikation in Berlin teil. Auf sie wartete ein vielseitiges Programm, das ihnen wie bereits in vergangenen Jahren einiges abverlangte.

Nachdem die Referenten Thomas Habicht, Korrespondent des SHZ-Zeitungsverlages und der Medienexperte und ehemalige NDR- und RIAS-Intendant Professor Dr. Peter Schiwy einen Überblick auf die politische Landschaft in Deutschland und die Rolle der Medien in einer sich wandelnden Gesellschaft gegeben hatten, läutete Ralf Güldenzopf, Leiter der Abteilung Politische Kommunikation der KAS, die kreative Phase der Summer School ein. Von nun an drehte sich alles nur noch um zwei Dinge: Donna Morris und Atwater.


Um politische Kommunikation und die Bedeutung der Medien zu verstehen, bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, einen Wahlkampfspot von maximal einer Minute Länge zu produzieren. Als Protagonistin fungierte hierfür Donna Morris, fiktive Präsidentschaftskandidatin des ebenfalls fiktiven Staates Atwater. Erstmalig stand im Mittelpunkt der Summer School eine Kandidatin: das Szenario entsprach somit auch dem diesjährigen hohen Anteil an Teilnehmerinnen (elf Frauen und vier Männer).

Atwater, ein kleines Land mit gut vier Millionen Einwohnern, leidet unter der weltweiten Krise. Steigende Kriminalität, explodierende Sozialausgaben und Dürreperioden führen zunehmend zu Ausschreitungen – eine schwierige Ausgangslage für einen Wahlkampf. Unter diesen Rahmenbedingungen sollten die Teilnehmer ihre Wahlkämpferin mit einer klaren Botschaft bewerben.

Bevor die Kampagnen-Arbeit beginnen konnte, wurden die Teilnehmer im „Storytelling“ geschult, um zu lernen, wie sie eine „Geschichte“ rund um ihre Kandidatin glaubhaft zur Geltung bringen können. Nicht nur handwerklich war das eine Herausforderung sondern auch kulturell, denn die Mechanismen, wie Werbung bei den Menschen ankommt, wirken nicht universell. „Ein Werbespot mag vielleicht in den USA funktionieren, das bedeutet jedoch nicht, dass er genauso in Indonesien ankommt“, erklärt Franz Kowalski. Daher sei vor allem die Diskussion und der Kompromiss zwischen den Teilnehmern ein wichtiges Element des Seminars, so der Medienberater. Am Ende haben die Teilnehmer ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert, wie die fertigen Videobeiträge und das Making-of-Video in der rechten Spalte belegen.

Zurück in Berlin hatte die Gruppe Gelegenheit, mit Thomas Jarzombek MdB, Mitglied in der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft und des Bundestags-Unterausschusses Neue Medien, zu diskutieren. Der Bundestagsabgeordnete sprach mit den Zuhörern über Datenschutz, Netzneutralität, Jugendschutz und geistiges Eigentum, Themen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen für die Arbeit der jungen Journalisten, Politiker und Blogger.

Nach getaner Arbeit blieb noch ausreichend Zeit, um wichtigen Partnern und Institutionen einen Besuch abzustatten. Der Deutsche Presserat stand dabei genauso auf dem Plan wie die CDU-Bundesgeschäftstelle, die Junge Union und ein Besuch im Deutschen Bundestag.

Abgerundet wurde das Programm mit einer Stadtrundfahrt auf der Spree, die den Teilnehmern sichtlich Spaß bereitete, bevor sie nach acht Tagen intensiver Arbeit zurückreisten in ihre Heimatländer Israel, die Palästinensischen Gebiete, die Türkei, Oman, Südafrika, Senegal, Indien, Indonesien, Südkorea, Mazedonien, Russland, die USA, Chile, Mexiko und Ecuador.

Die Ergebnisse sowie ein "Making of" sehen Sie jeweils mit Klick auf den Mediaplayer rechts.

Kontakt

AbbildungDaniela Diegelmann
Leiterin des Regionalprogramms Energie und Klimawandel Nahost
Daniela.Diegelmann(akas.de


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