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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat Kurt Masur, den langjährigen Dirigenten des Leipziger Gewandhausorchesters und der New Yorker Philharmoniker, in Berlin für sein Lebenswerk gewürdigt.

Vor rund 350 geladenen Gästen in der übervollen Akademie erinnerte Gero von Boehm, der 1997 Masur für eine Fernsehproduktion porträtierte, in einer Laudatio an das musikalische und politische Wirken des heute 86-jährigen. Masur verkörpere die untrennbare Einheit aus Mensch und Musiker. Das mache ihn so humanistisch und seine Musik zu einem Bekenntnis. Wenn Masur dirigiere, dann transportiere er kräftige und ruhige Farben und forme „aus Luft Tönen“, schon weil er anders als die meisten seiner Zunft auf den Einsatz eines Taktstocks verzichte und seine Orchester mit bloßen Händen leite. Masur, der ein „intensiver Träumer“ sei, lebe in seiner Musik seine romantische Ader aus. „Deswegen ist sie uns so nah“, so Boehm weiter.

Boehm ging auch auf die Rolle Masurs in der friedlichen Revolution ein. Der, wie er von der Presse auch genannt wird, „Retter von Leipzig“ sei 1989 zu einem „entscheidenden Faktor im Kampf um die Freiheit“ geworden. Als Ansprechpartner für die Menschen auf der Straße reagierte er stets besonnen und tolerant, ohne dabei seine Überzeugungen preis zu geben. Das mache ihn zu einer „der herausragenden Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Geschichte“, so Boehm.

Lammert: Masur ist "herausragende Künstlerpersönlichkeit"

Der stellvertretende Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bundestagspräsident Professor Dr. Norbert Lammert, hatte Masur zuvor als „herausragende Künstlerpersönlichkeit“ und eine „sich selbst erklärende und aufdrängende Besetzung“ für die Hommage bezeichnet. Es gebe kein bedeutendes Orchester, das Masur nicht geleitet habe. „Nur wenige können von sich sagen, so viel erreicht zu haben wie Kurt Masur“, so Lammert. „Dafür sind wir ihnen dankbar und begegnen ihnen mit Respekt, Anerkennung und Freude.“

Masur tief bewegt

Masur selber zeigte sich von der Hommage tief beeindruckt. An der Seite seiner Frau Tomoko Sakurai sagte er: „Ich bin sehr, sehr betroffen und tief bewegt“. Im Interview mit der Online-Redaktion der KAS (s. rechte Spalte) sprach er von der großen Ehre, die ihm zuteil werde, wenn er nun in einer Reihe mit den bisher Ausgezeichneten, wie Birgit Keil, Volker Schlöndorff oder Arvo Pärt stehen darf.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Herausgeber
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.


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