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Veranstaltungsberichte

Ohne Religionsfreiheit keine Freiheit

Internationale Parlamentarierkonferenz in New York eröffnet

Von Lars Hänsel, Konstantin Schönfelder


Berlin, 18. Sept. 2015

 
 

„Die internationale Gemeinschaft muss noch entschiedener für die Religionsfreiheit eintreten. Die UN-Mitgliedstaaten, die die Bedeutung der Religionsfreiheit schon heute in vollem Umfang erkennen, müssen noch mehr Druck machen, damit sich auch wirklich alle Länder dieser Welt uneingeschränkt zur religiösen Toleranz bekennen. Herrschte auf dieser Welt mehr Religionsfreiheit, gäbe es weniger Flucht und Vertreibung.”

 
  • Pöttering, Kauder

    Hans-Gert Pöttering (re.), Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, und Volker Kauder, CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender

  • Hans-Gert Pöttering

  • Volker Kauder

  • Abid Raja

    Abid Raja, Mitglied des norwegischen Parlaments und des Lenkungsausschusses von IPPFoRB, Mitveranstalter der Konferenz

  • Pöttering im Gespräch

  • Gruppenbild

    Gruppenbild mit dem Leiter des KAS-Büros in Washington, D.C. Lars Hänsel (r.)

Mit diesen Worten eröffnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Volker Kauder eine dreitägige Konferenz zum Thema Religionsfreiheit in New York. Zum ersten Mal sind aus diesem Anlass - insbesondere auf Volker Kauders Initiative - rund 100 Parlamentarier aus knapp 50 Nationen und von fünf Kontinenten zusammengekommen. Sie diskutieren über Religionsfreiheit mit Experten aus Regierungen, der UNO, Weltreligionen und Nichtregierungsorganisationen. Die internationale Konferenz findet in New York statt, um dem Anliegen bei der UNO – nahe des Hauptquartiers –Nachdruck zu verleihen.


Dr. Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der KAS, nutzte die Gelegenheit, um in einem Grußwort ein der KAS wichtiges Anliegen auszudrücken: „Von Anfang an waren die USA ein Garant für Religionsfreiheit, zunächst christlichen Bekenntnisses, heute muslimischer und anderer Bekenntnisse. Auch Menschen jüdischen Bekenntnisses fanden Anerkennung”, sagte der ehemalige Präsident des europäischen Parlaments auf einem Empfang zu Beginn der Konferenz. „Die religiösen Gemeinschaften waren auch immer bemüht, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dies ist eine wichtige Aufgabe auch für die Gegenwart und Zukunft, um zu verhindern, dass fundamentalistische Bewegungen zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. Respekt und Toleranz sind eine wichtige Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben der religiösen Gemeinschaften. Der Kern von allem ist die Würde eines jeden Menschen.” Dafür setze sich die KAS weltweit ein, so Pöttering. Die Konrad Adenauer Stiftung ist zudem mit dem stellvertretenden Generalsekretär der KAS, Dr. Gerhard Wahlers, auf der Konferenz vertreten.

Die Konferenz mit dem Titel „Multinational Efforts to Promote Freedom of Religion or Belief” wurde zusammen von der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem International Panel of Parliamentarians for Freedom of Religion or Belief (IPPFoRB) maßgeblich organisiert. Sie hat zum Ziel, einen Aktionsplan der Parlamentarier zu erarbeiten, der Kriterien zur Sicherung der Religionsfreiheit festschreibt. „Wir brauchen eine globale Anstrengung“, sagte der norwegische Parlamentarier Abid Raja im Rahmen des Eröffnung. Weitere Kooperationspartner der Konferenz sind u.a. das kanadische Parlament, die US-Regierung, das British Council und die Hanns-Seidel-Stiftung.

Das Treffen in New York ist eine direkte Fortsetzung eines Parlamentariertreffens in Oslo vom November 2014. Dort wurde mit Unterstützung von Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder eine Charta zum Thema verabschiedet und gefordert, dass das Thema in den Parlamenten vorangetrieben wird. Volker Kauder dankte ausdrücklich der Konrad-Adenauer-Stiftung für die maßgebliche Organisation dieses Treffens.

Anlässlich der Konferenz haben unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio persönliche Grußworte übermittelt. Zudem besuchen hochrangige UN-Vertreter die Veranstaltung.

 

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