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Veranstaltungsberichte

Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers

Kanzleramtsminister Altmaier würdigt Adenauer als großen Staatsmann der Geschichte


Berlin, 20. Apr. 2017


Vor 50 Jahren starb der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschlands, Konrad Adenauer. Zu seinem Gedenken und der Eröffnung der neuen Dauerausstellung kamen auf Einladung der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus über 300 Gäste in den Kursaal von Bad Honnef zu einem feierlichen Festakt. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik und Kirche nahmen auch viele Familienmitglieder Adenauers sowie frühere Angestellte an der Feierlichkeit teil.

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Chef des Bundeskanzleramts Peter Altmeier (links) gibt Konrad Adenauer, dem Enkel von Kanzler Konrad Adenauer, die Hand.

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Chef des Bundeskanzleramts Peter Altmeier

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Prof. Dr. Jürgen Rüttgers, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung

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    Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln

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    Michael Thielen, Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers (Fotos: KAS / Stefan Stahlberg)

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    Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers

  • Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers in Bad Honnef

    Festakt zum 50. Todestag Konrad Adenauers (Fotos: KAS / Stefan Stahlberg)

Adenauer prägte entscheidend die Deutsche Nachkriegszeit und die Entwicklungen Europas. Peter Altmaier MdB, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, bezeichnete den Altkanzler als einen der „größten Staatsmänner der Geschichte“. Er erinnerte sich in seiner Ansprache noch sehr gut an das Begräbnis des Altkanzlers im Fernsehen. „Tausende nahmen Abschied von einer Persönlichkeit, die das Land mehr geprägt hat als je ein anderer“, sagte Altmaier.

EU-Gründungsvater, Rheinländer und Versöhner

Adenauer als EU-Gründungsvater habe in Europa eine Zeit des Friedens geschaffen. „Heute geht eine Generation in Ruhestand, die nie im Krieg kämpfen musste“, betonte der Kanzleramtschef. Er habe als erster Politiker die „Idee von Europa“ als Schlüsselfrage erkannt. Denn für Adenauer konnte der Frieden nur dann dauerhaft sein, wenn das Interesse Europas über dem der einzelnen Länder stehe.

Ein wichtiger Schritt zur Westbindung sei Adenauer mit der Schaffung einer deutsch-französischen Freundschaft gelungen. „Adenauer hat die Westbindung als Lebensversicherung auch für die Demokratie und das europäische Werteverständnis gesehen.“ Adenauers zahlreiche Dienstreisen nach Frankreich bezeugen diese enge Freundschaft. Kein anderes Land bereiste er häufiger.

Altmaier führte zudem an, dass Adenauers rheinländischer Esprit und seine christliche Prägung in seinem politischen Schaffen immer wieder zu spüren war. Zusammen mit Ludwig Erhard führte er in Deutschland die soziale Marktwirtschaft ein. „Erstmalig hatten alle die Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg“, so Altmaier. Eine drohende Spaltung der Gesellschaft zwischen Arm und Reich sei so in der Nachkriegszeit verhindert worden. „Adenauer hat eine Generation geprägt, die nicht an den Problemen der Zeit verzweifelte, sondern sie überwunden hat.“

Fundament der Demokratie

Zuvor würdigte Jürgen Rüttgers, ehemaliger nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, den „Alten“ aus Rhöndorf als „einen, der gestalten und nicht verwalten wollte“. Er erinnerte an Adenauers Verdienste unter anderem für die deutsch-israelische Aussöhnung nach dem Holocaust, den Elysee-Vertrag und die Beendigung des Klassenkampfes durch die Soziale Marktwirtschaft. „Adenauer und sein Werk sind das Fundament, auf dem unsere Demokratie und Zukunft gebaut ist“, sagte Rüttgers. Der Vorsitzende des Kuratoriums bedankte sich bei allen Beteiligten an den Umbauarbeiten, die Finanzierung und die Konzeption der Ausstellung. Ein Jahr lang wurde das Rhöndorfer Museum für 2,3 Millionen Euro umgestaltet und modernisiert wurde.

Informationen zur Dauerausstellung

Die neue Dauerausstellung „Konrad Adenauer 1876 – 1967. Rheinländer, Deutscher, Europäer“ im Adenauerhaus in Bad Honnef / Rhöndorf ist am Samstag, 22. April zu sehen. Sie zeigt Adenauers ereignisreiches Leben und gibt auch neue Einblicke in sein Privatleben. Am Eröffnungswochenende lädt zudem das Adenauerhaus zu einem Museumsfest ein. Näheres hier

Konrad-Adenauer-Videobook

Verfügbar ab sofort im App Store und bei Google Play - ausschließlich für Tablets. Nähere Infos erhalten Sie hier

 

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungswerke, Bildungszentren und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Herausgeber
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

 

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