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Knapp sieben Jahre nach den politischen Umbrüchen in Nordafrika steht die südliche Nachbarschaft mehr denn je im Fokus der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Forderung nach Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und sozioökonomischem Wandel stieß in der gesamten Region Reformprozesse an.

In Ländern wie Tunesien und Ägypten führte diese Protestbewegung zu einem Machtwechsel und bedeutete das Ende der dominierenden Regierungsparteien. Diese Entwicklung öffnete zunächst den Raum für Parteienpluralismus und ermöglichte die politische Repräsentation verschiedener Bevölkerungsgruppen und ihrer Interessen. In fast allen Staaten Nordafrikas ist die führende Rolle von politischen Parteien heutzutage verfassungsrechtlich festgeschrieben. Der formale Auftrag setzt jedoch parteipolitische Kenntnisse und Erfahrungen der politischen Akteure und Mandatsträger voraus. Der ihnen von der Bevölkerung so wichtige zugewiesene Auftrag stellt allerdings gerade die jungen Parteien vor große strukturelle und ideologische Herausforderungen, nicht zuletzt in Anbetracht eines wieder erstarkenden Autoritarismus. Die vorliegende Studie bietet einen Überblick über die Entwicklung der Parteien Nordafrikas und dient als Orientierungshilfe ihrer programmatischen Ausrichtung.

Inhalt

7 | VORWORT
Dr. Hans-Gert Pöttering

11 | VORBEMERKUNG DER HERAUSGEBERIN
Sigrid Faath

15 | POLITISCHE PARTEIEN IN NORDAFRIKA NACH 2011: ZUM UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND
Sigrid Faath

33 | DIE IDEOLOGISCHE BANDBREITE DER PARTEIEN IN NORDAFRIKA: HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND AKTUELLE AUSPRÄGUNG
Hanspeter Mattes

79 | PARTEIEN IN NORDAFRIKA: ALS POLITIKGESTALTER WEDER GEWOLLT NOCH GEBRAUCHT
Jan Claudius Völkel

103 | LÄNDERANALYSEN

105 | ÄGYPTENS PARTEIEN ZWISCHEN KOOPTATION UND MARGINALISIERUNG
Jannis Grimm und Stephan Roll

147 | POLITISCHE PARTEIEN IN ALGERIEN: PLURALISMUS IN EINEM DOMINANTEN PRÄSIDIALSYSTEM
Cherif Dris und Louisa Aït-Hamadouche

201 | POLITISCHE PARTEIEN IN LIBYEN: EXISTENT, ABER OHNE EINFLUSS
Hanspeter Mattes

233 | MAROKKOS PARTEIEN: IDEOLOGISCHER WETTSTREIT UND MACHTPOLITISCHER PRAGMATISMUS
Ellinor Zeino

281 | TUNESIENS POLITISCHE PARTEIEN: FRAGMENTIERT, AUTOZENTRIERT UND AUF PROFILSUCHE
Isabel Schäfer

325 | AUSBLICK

327 | POLITISCHE PARTEIEN IN NORDAFRIKA: FORMAL AUFGEWERTETE AKTEURE MIT BEGRENZTEM EINFLUSS
Sigrid Faath

351 | AUSWAHLBIBLIOGRAPHIE

357 | DIE AUTOREN UND AUTORINNEN

361 | ANHANG 1

363 | KURZPROFILE POLITISCHER PARTEIEN

365 | ÄGYPTEN

407 | ALGERIEN

435 | LIBYEN

463 | MAROKKO

491 | TUNESIEN

541 | ANHANG 2

543 | ZUSAMMENFASSUNG


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