Georg Dertinger: Journalist – Außenminister – Staatsfeind

Peter Joachim Lapp, Verlagspublikationen, Freiburg, 21. Sept. 2005
Herausgeber: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., ISBN 3-451-23007-0, Herder Verlag, 15,00 €

Georg Dertinger (1902–1968), Generalsekretär der Ost-CDU und erster Außenminister der DDR, verbüßte mehr als elf Jahre im Zuchthaus, weil er bei den Stalinisten in Ungnade gefallen war. Denn er hielt auch als Außenminister an der deutschen Einheit fest,während SED und Sowjets auf einen „sozialistischen“ Separatstaat DDR zusteuerten. In der CDU war der gelernte Journalist höchstumstritten, da er seit 1945 einen Kurs der Anpassung an SED undBesatzungsmacht unterstützte.

Nach seiner Verurteilung (1954) galt Dertinger bis 1989/90 in der DDR als Unperson. Der Autor schildert erstmals das Leben und Wirken Dertingers in der Weimarer Republik, der Nazizeit, der Sowjetzone und frühen DDR; 336 S., 15,-- Euro. Das Buch ist im Handel erhältlich.

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