Reinhold Heinen (1894–1969)

Rainer Moltmann, Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Bd. 48, Düsseldorf, 1. Juli 2005
ISBN 3-7700-1898-2, 373 Seiten, 34,80 €

Ein christlicher Politiker, Journalist und Verleger

Diese politische Biographie zeichnet wesentliche Stationen des Journalisten, Verlegers, Zentrums- und CDU-Politikers Reinhold Heinen nach, der zeitlebens ein unbequemer, prinzipientreuer, christlicher Politiker war.

Reinhold Heinen begann seine politische und journalistische Laufbahn während des Ersten Weltkrieges bei verschiedenen Zeitungen in Ostpreußen und Oberschlesien. In der Katholischen Volkspartei engagierte er sich 1919 für den Verbleib Oberschlesiens und des Hultschiner Ländchens im Deutschen Reich.
In der Weimarer Republik gehörte er zu den wichtigsten Kommunalpolitikern der Zentrumspartei und baute die Kommunalpolitische Vereinigung als Generalsekretär von 1921 bis 1933 zur größten und schlagkräftigsten kommunalpolitischen Organisation aus.
Heinen leistete aktiven Widerstand gegen die Hitler-Diktatur, wurde 1941 verhaftet und war bis Kriegsende im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Seine Erfahrungen von Widerstand und Haft prägten seine spätere politische Einstellung nachhaltig, was sich u.a. in seinem pressepolitischen Engagement wie in seinem Eintreten für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die nationalsozialistischen Verbrechen zeigte.
In seiner Eifeler Heimat beteiligte er sich 1945 am Wiederaufbau als Mitgründer der CDU in Düren und als Landrat im Kreis Monschau. Größeren Einfluß gewann er als Gründer und Verleger der „Kölnischen Rundschau“, die er – mitunter im Dissens mit der Kölner CDU und Konrad Adenauer – zu einem CDU-nahen, aber parteiunabhängigen Blatt formte.

Rezensionen (Stand Aug. 2007)

  • Norbert Matern: „R. Heinen (TsK): Politiker und Journalist“, in: Academia, 2006/1, S. 58
  • Ernst Heinen, in: Das Historisch-Politische Buch 54, 2006, S. 353
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