Lexikon Soziale Marktwirtschaft - Wirtschaftspolitik von A-Z

Sankt Augustin, 12. Juni 2013

Die neuveröffentlichte, überarbeitete Onlineausgabe des Lexikon Soziale Marktwirtschaft fasst die wesentlichen Gesichtspunkte und die teilweise schwierigen Sachfragen zu diesem wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konzept in verständlicher Sprache zusammen.

Warum dieses Lexikon?

Die Frage der Vereinbarkeit von Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung stellt sich für das nationale und internationale Wirtschaftsgeschehen mit wachsender Dringlichkeit. Nach Auffassung der KAS ist es die Soziale Marktwirtschaft in ihrem ursprünglichen Verständnis, welche eine Einheit sowohl von Freiheit und Verantwortung als auch von Eigeninitiative und Solidarität ermöglicht. Das Konzept bietet einen alternativen Weg zu staatsautoritären, zentralplanwirtschaftlichen Ansätzen und marktliberalen Modellen vollständiger Deregulierung. Gerade in Zeiten der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der stabilitätsorientierte Ansatz der Sozialen Marktwirtschaft bewährt: Die rasche wirtschaftliche Erholung Deutschlands nach der Krise stellt den Erfolg dieses Konzepts unter Beweis.

Dennoch haben die Kenntnisse über Zusammenhänge und Wirkungsweisen der Sozialen Marktwirtschaft inzwischen auf breiter Basis abgenommen und ihre Interpretation einen hohen Grad an Beliebigkeit erreicht. Die Soziale Marktwirtschaft droht, in der öffentlichen Diskussion zu einer Leerformel zu werden, derer man sich allseits nach Gutdünken bedient. Das von der KAS nun auch online zur Verfügung gestellte „Lexikon Soziale Marktwirtschaft – Wirtschaftspolitik von A-Z“ will vor diesem Hintergrund Hilfe zur Orientierung geben.

Was bietet das Lexikon?

Ziel des Nachschlagewerks ist zum einen die Klärung der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konzeption sowie der Grundbegriffe und Ideen der Sozialen Marktwirtschaft. Den Hauptteil bilden Beiträge, die sich mit den Zielen des Modells, seinem gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Umfeld, den Akteuren und ihren verschiedenen Politikfeldern befassen. Ferner werden Umsetzungsmöglichkeiten, Reformbedarf und Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft für Deutschland und Europa umrissen. Beiträge über Persönlichkeiten, die sich bei der Entwicklung und Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft Verdienste erworben haben, ergänzen die Darstellung.

In den über 200 Beiträgen zu Sachstichworten werden Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialen Marktwirtschaft, ihr Anpassungsbedarf aufgrund neuer Herausforderungen, die Widerstände dagegen sowie ihre Zukunftsfähigkeit als Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erläutert. Grundbegriffe der Ökonomie werden ebenso wie alternative Konzeptionen und Wirtschaftsordnungen dargestellt, um die Soziale Marktwirtschaft von anderen ordnungspolitischen Entwürfen abzugrenzen.

Die alphabetische Abfolge der Beiträge des Lexikons wird durch eine Gliederung ergänzt, die die sachlichen Zusammenhänge sichtbar macht. Darüber hinaus erleichtern zahlreiche Querverweise, ein umfangreiches Sachregister und ein Glossar mit Erläuterungen wichtiger Fachbegriffe die Arbeit mit dem Nachschlagewerk. Für eine vertiefte Beschäftigung mit einzelnen Themen sind jedem Artikel einige Literaturhinweise beigefügt.

Pressestimmen

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5. Mai 2003
„Das Lexikon füllt mühelos allfällige Lücken in der staatsbürgerlichen Allgemeinbildung. Es gehört an alle Schulen und in alle Haushalte.“

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15. Februar 2003
„Die Autoren haben die Soziale Marktwirtschaft wieder lebendig werden lassen. Wenn es den verantwortlichen Politikern gelingt, die im Lexikon so ausführlich dargestellten Komponenten der Konzeption wieder umzusetzen, dann wird diese auf Leerformeln reduzierte Wirtschaftsordnung auch wieder mit Inhalt gefüllt.“