Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)

Magnet Europa

Ein Planspiel zur Migrationspolitik der Europäischen Union

EU
European Union, 2015

Bürgerkriegsbedingter Staatszerfall, religiös motivierter Terrorismus, Verfolgung, aber auch wirtschaftliche Not treiben immer mehr Menschen an, sich auf einen lebensgefährlichen Weg nach Europa zu begeben. Sie verlassen ihre Heimat und legen ihr Schicksal und ihre Habe in die Hände skrupelloser Schlepperbanden, weil sie in ihren Herkunftsstaaten keine Aussicht mehr sehen, ein Leben in Würde zu führen.

Die anhaltende Zuwanderung aus Staaten außerhalb Europas stellt die EU-Mitgliedstaaten vor die Herausforderung, humanitäre Hilfe zu leisten, Flüchtlingen vorübergehenden Schutz zu bieten und einen nicht unerheblichen Teil von ihnen zu integrieren.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen vor der Aufgabe, eine gemeinsame Zuwanderungspolitik zu definieren. Es geht um eine solidarische Lastenverteilung zwischen den Mitgliedstaaten, aber auch um eine Perspektive des Zusammenlebens. Denn Zuwanderung verändert auch die Aufnahmegesellschaften.

Was soll mit dem Planspiel vermittelt werden?

In einem Kräftefeld konkurrierender Interessen und politischer Positionen lernen die Spieler/innen zum Thema Zuwanderung,

  • die EU-Organe und das Verfahren der politischen Meinungs- und Willensbildung in der EU kennen,
  • Argumente gegeneinander abzuwägen,
  • Rollen zu vertreten, mit denen sie sich nur teilweise identifizieren können,
  • Entscheidungen zu treffen und deren Folgen für Betroffene zu bedenken,
  • sich vor einer Gruppe zu präsentieren und auf diskursivem Wege um soziale Zustimmung zu werben.

Die Spieler/innen setzen sich nicht nur inhaltlich mit einem Thema auseinander, sondern studieren zugleich elementare demokratische Grundhaltungen praktisch ein und können den Prozess einer multinationalen kooperativen Lösungssuche nachzuvollziehen.

Inhalte, Teilnehmerzahl, Zeitbedarf

Das Planspiel befasst sich inhaltlich mit vier Bereichen der Migrationspolitik:

  • mit dem vorübergehenden Schutz von Flüchtlingen im Fall eines Massenzustroms;
  • mit den Grundsätzen, Maßnahmen und Instrumenten für eine gemeinsame Einwanderungspolitik;
  • mit Maßnahmen zur Einbeziehung von Migrationsbelangen in die auswärtige Politik und mit Maßnahmen der Migrationsvermeidung;
  • mit der Politik der EU zum Schutz ihrer Außengrenzen.
  • Spielerzahl:
    20 bis max. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Spieler/innen müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Spieldauer:
    ca. 10 Unterrichtstunden. Diese Zeitangabe variiert werden und ist abhängig von der Größe und dem Alter der Zielgruppe.

Wie sieht die methodische Durchführung aus?

Das Planspiel bedient sich der audiovisuellen Szenariotechnik. Die Akteure debattieren ein politisches Thema auf der Grundlage von Filmsequenzen, die zur Dramatisierung des politischen Entscheidungsfortgangs eingesetzt werden.

Simuliert wird das ordentliche Gesetzgebungsverfahren in der EU. Die Spieler/innen müssen dazu in verschiedenen Gruppen die politische Auseinandersetzung zwischen den Fraktionen im Europäischem Parlament und den Mitgliedstaaten im Rat simulieren. Dabei müssen sie die auf vorgegebenen Rollenblättern beschriebenen politischen Positionen produktiv anwenden und am Spielende durch eine Abstimmung über politische Eckpunkte einer „Richtlinie zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes im Falle eines Massenzustroms von Personen aus Drittstaaten in die EU” entschieden.

Spielvoraussetzungen

Inhaltliche Voraussetzungen zum Thema sind nicht erforderlich. Informationen und Rahmenbedingungen über den aktuellen Problemstand, über Entscheidungsverfahren und politische Positionen der Akteure werden den Spielern durch Rollenblätter und Schaubilder zur Verfügung gestellt.

Organisation und Kosten

Wir führen das Planspiel als Inhouse-Veranstaltung in von Ihnen gestellten Räumlichkeiten zu einem Preis von 10 €/Spieler durch. Sie können das Planspiel aber auch mit einer eintägigen Exkursion nach Brüssel (Europaparlament, Kommission) kombinieren. Für die Exkursion kommen weitere Kosten von 40 €/Person (inkl. Transfer und Verpflegung) hinzu.

Kontakt

Abbildung
Koordinator Europapolitik / Qualitätsbeauftragter
Dr. Martin Reuber
Tel. +49 2241 246 4218
Fax +49 2241 246 54218
Martin.Reuber(akas.de
Abbildung
Leiterin Regionalbüro Rheinland
Simone Habig
Tel. +49 211 8368056-0
Fax +49 211 8368056-9
Simone.Habig(akas.de
Abbildung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin Frauenkolleg
Beate Kaiser
Tel. +49 231 1087777-5
Fax +49 231 1087777-7
Beate.Kaiser(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Hessen und Leiter des Politischen Bildungsforums Hessen
Dr. Thomas Ehlen
Tel. +49 611 157598-0
Fax +49 611 157598-19
thomas.ehlen(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Politischen Bildungsforums Sachsen
Dr. Joachim Klose
Tel. +49 351 563446-0
Fax +49 351 563446-10
Joachim.Klose(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragte für Thüringen und Leiterin des Politischen Bildungsforums Thüringen
Maja Eib
Tel. +49 361 65491-0
Fax +49 361 65491-11
Maja.Eib(akas.de
Abbildung
Leiter des Regionalbüros Südbaden des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg
Thomas Wolf
Tel. +49 761 1564807-2
Fax +49 761 1564807-9
Thomas.Wolf(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Baden-Württemberg und Leiter des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg
Dr. Stefan Hofmann
Tel. +49 711 870309-40
Fax +49 711 870309-55
Stefan.Hofmann(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragte für Berlin und Leiterin des Politischen Bildungsforums Berlin
Renate Abt
Tel. +49 30 26996-3253
Fax +49 30 26996-3243
Renate.Abt(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Bremen und Leiter des Politischen Bildungsforums Bremen
Dr. Ralf Altenhof
Tel. +49 421 163009-0
Fax +49 421 163009-9
ralf.altenhof(akas.de
Abbildung
Leiter des Auslandsbüros Chile
Andreas Michael Klein
Tel. +56 22 234 20 89
Andreas.Klein(akas.de
Jörg Jäger
Abbildung
Landesbeauftragte für Hamburg und Leiterin des Politischen Bildungsforums Hamburg
Dr. Karolina Vöge
Tel. +49 40 2198508-1
Fax +49 40 2198508-9
Karolina.Voege(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Brandenburg und Leiter des Politischen Bildungsforums Brandenburg
Stephan Georg Raabe
Tel. +49 331 748876-0
Fax +49 331 748876-15
Stephan.Raabe(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern und Leiterin des Politischen Bildungsforums Mecklenburg-Vorpommern
Dr. Silke Bremer
Tel. +49 385 555705-0
Fax +49 385 555705-9
Silke.Bremer(akas.de
Abbildung
Leiterin des Politischen Bildungsforums Sachsen-Anhalt
Alexandra Mehnert
Tel. +49 391-520887-102
Fax +49 391-520887-121
Alexandra.Mehnert(akas.de
Abbildung
Landesbeauftragter für Rheinland-Pfalz und Leiter des Politischen Bildungsforums Rheinland-Pfalz
Karl-Heinz B. van Lier
Tel. +49 6131 201693-0
Fax +49 6131 201693-9
karl-heinz.vanlier(akas.de