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G20 – „Hamburg öffnet sich noch weiter zur Welt“

Dr. Karolina Vöge über die Chancen, die der G20-Gipfel für Hamburg bringt

6. Juli 2017

Die Welt schaut dieser Tage auf Deutschlands Hafenstadt Nummer eins: In Hamburg treffen sich am 7. und 8. Juli die Staats- und Regierungschefs der G20; für die Freie und Hansestadt ein wichtiges Ereignis. Dessen sind sich auch Hamburgs Bürger bewusst, sagt Dr. Karolina Vöge. Sie leitet das Politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung vor Ort und sieht eine gespaltene Bürgerschaft, vor allem aber Chancen für die Stadt.

Hamburg, Deutschlands
Hamburg, Deutschlands "Tor zur Welt". © Dieter Gora / Flickr / CC BY-NC-ND 2.0

„Ambivalent, gemischt“ sieht Dr. Karolina Vöge die Stimmung in Hamburg vor dem G20-Gipfel: „Es gibt diejenigen unter den Bürgern, die der Meinung sind, dass die politischen Inhalte der internationalen Beziehungen nunmal eines Dialogforums bedürfen“, berichtet Vöge, deswegen seien die G20 wichtig und gut. Aber es gebe auch Unmut unter den Hamburgern: über Verkehrseinschränkungen und Krawalle.

Die gab es bereits, auch wenn die ersten Demonstrationen friedlich verliefen. Gerade im Hafen erwartet die Polizei Anschläge während des Gipfeltreffens und am Freitag soll ein „Marsch gegen die Logistik des Kapitals“ stattfinden. Trotzdem profitiert die Wirtschaftsmetropole vom G20-Gipfel: globalpolitische und mediale Aufmerksamkeit kommt Hamburg zugute und die Hansestadt könne zeigen, dass sie in der Lage sei, ein solches großes Treffen durchzuführen, sagt Vöge: „Der Gipfel ist selbstverständlich auch eine Chance“ und „Hamburg öffnet sich noch ein Stück zur Welt“.

Bezogen auf die größten 20 Containerhäfen weltweit ist Hamburg auf Platz 18 und zwar mit 8,9 Millionen Standardcontainern, die jährlich umgeschlagen werden. In ganz Norddeutschland sind 250.000 Stellen direkt oder indirekt abhängig von ihm. Und die G20 streiten auch über Handelsfragen. Das Thema trifft einen Nerv der globalisierten Hansestadt: „Wenn Sie den Hafen nicht nur als Sinnbild sondern auch als technisches Nadelöhr nehmen, dass für den globalen Freihandel steht, dann sehen Sie schon, dass das durch die Adern Hamburgs fließt.“

Die deutsche G20-Präsidentschaft will Afrika stärker fördern und die Rahmenbedingungen für privates Unternehmertum auf dem Kontinent verbessern. Zwar liegt der Anteil des deutschen Außenhandels mit Afrika noch bei knapp 2 Prozent. Doch von der langfristig angelegten Förderung profitieren auch Hamburgs Unternehmerschaft – und die afrikanische Gemeinschaft vor Ort.

Das Interview führte Stefan Stahlberg von der Online-Redaktion.

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Beim G20-Gipfel stehen nicht nur die Krawalle im Vordergrund, das Treffen ist auch eine Chance für die Hansestadt. Warum, sagt Dr. Karolina Vöge, Leiterin des Politischen Bildungsforums der Konrad-Adenauer-Stiftung in Hamburg. (Foto: marcus schm!dt)

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Landesbeauftragte für Hamburg und Leiterin des Politischen Bildungsforums Hamburg
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