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Walter Hallstein (1901-1982), Deutschland

Walter Hallstein gehört zu den zentralen Architekten des europäischen Einigungswerkes, er war der erste Präsident der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Seine politische Karriere begann er als Leiter der Dienststelle für Auswärtige Angelegenheiten unter Konrad Adenauer im Bundeskanzleramt. Er war deutscher Delegationsleiter bei den Verhandlungen zur Gründung der EGKS; 1950 wurde er Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Als Staatssekretär im Auswärtigen Amt (1951 bis 1958) war er an den Verhandlungen zur Errichtung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beteiligt. 1958 wurde er zum ersten Präsidenten der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ernannt; dieses Amt bekleidete er bis 1967. 1961 wurde er mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet. Der CDU-Politiker war von 1969 bis 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages, 1968 bis 1974 Präsident der Europäischen Bewegung. Nach ihm benannt ist die „Hallstein-Doktrin”, mit der die Bonner Deutschlandpolitik der 1960er Jahre gegen die Anerkennung der DDR durch Drittstaaten arbeitete.