Der 20. Juli 1944

Zerstörte Lagerbaracke nach dem 20. Juli 1944
Das Attentat vom 20. Juli 1944 gilt als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes während des Nationalsozialismus. Hitler überlebte das Attentat mit leichten Verletzungen. Das Foto zeigt die zerstörte Lagerbaracke nach der Bombenexplosion im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" bei Rastenburg, Ostpreußen. (Foto: Deutsches Bundesarchiv)

Die Konrad-Adenauer-Stiftung verbindet ihre Arbeit auf dem Gebiet der Zeitgeschichte mit dem Ziel, die Identifikation der Bürger mit der demokratischen Staatsform der Bundesrepublik zu stärken. Wir treten nachdrücklich dafür ein, die Erinnerung an das Attentat des 20. Juli 1944 und an das Vermächtnis des Widerstandes gegen Hitler wach zu halten. Nur wer diese Vergangenheit kennt, ist gewappnet, neuen extremistischen Gefahren entgegenzutreten.

Um diesem Auftrag nachzukommen, bietet die Stiftung jedes Jahr mehrere Veranstaltungen zu der Bedeutung des 20. Juli 1944 an. Sie erinnert an die Widerstandskämpfer und schlägt Brücken zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Dabei will sie vor allem das Gespräch mit jungen Menschen führen, um sie vor der Anfälligkeit für extremistische Ideologien zu schützen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt, zu dem Sie in diesem Portal Informationen finden, ist das Gedenkjahr 2007, in dem die drei Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Helmuth James Graf von Moltke und Pater Alfred Delp 100 Jahre alt geworden wären. Alle drei bezahlten für ihre Überzeugungen mit dem Leben. Ihre Vorstellungen für die Neuordnung Deutschlands jedoch haben das Fundament für die deutsche Demokratie nach 1945 gelegt. („Das Gewissen steht auf“ - Dossier zum 100. Geburtstag von Moltke und Stauffenberg)

Fast vergessen ist, dass Gründung und Aufstieg von CDU und CSU zu einer dominierenden politischen Kraft maßgeblich auf den Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit der nationalsozialistischen Diktatur beruhen. Was 1945 als überkonfessionelle Volkspartei entstand, hatte eine starke Kontinuität im Personellen wie im Programmatischen. Den Kern bildeten jene Männer und Frauen, die meist schon vor 1933 politisch aktiv waren und deren Immunität gegenüber dem Nationalsozialismus stark ausgeprägt war.

Viele von ihnen engagierten sich im Kampf gegen Hitler und arbeiteten in verschiedenen Widerstandskreisen an den Konzeptionen für ein neues Deutschland. In ihrer Publikation „Christliche Demokraten gegen Hitler“ dokumentiert die Stiftung Schicksal und Anteil jener Männer und Frauen an der geistigen und politischen Neuorientierung und Neugestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Publikationen

"Eines können wir daraus lernen, und das ist Zivilcourage"

Zeitzeugenveranstaltung mit Schülern zum Widerstand im Nationalsozialismus und in der DDR
Mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten haben die beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, der Nationalsozialismus im Dritten Reich und der Kommunismus in der DDR. Mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten hat auch der Widerstand, der sich dort jeweils gegen die Unterdrückung von Freiheit und Menschenrechten gewandt hat. Dennoch haben sich im Berliner Kammergericht mit Dr. Klaus von Dohnanyi und Rainer Eppelmann zwei Zeitzeugen getroffen, um die unterschiedlichen Formen des Widerstands miteinander zu vergleichen. Dabei diskutierten sie auch mit rund 150 Schülern und Studenten. Veranstaltungsbeiträge, 8. Juni 2011 mehr...

Widerstand in Deutschland und Italien

Macht es noch Sinn, sich nach ca. 70 Jahren mit der Widerstandsbewegung in Deutschland und Italien auseinanderzusetzen?
Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom eröffnete in Zusammenarbeit mit der Universität LUMSA mit dem Vortrag zum Thema „Widerstand in Deutschland und Italien“ am 7. März die Veranstaltungsreihe der „Historikergespräche 1945-1954 – Realpolitik in den deutsch-italienischen Beziehungen zur Zeit von Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer“ Patricia Liberatore, Veranstaltungsbeiträge, 17. März 2011 mehr...

Ich muss etwas tun!

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam und interessiert verfolgten 100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Steglitz die Eröffnung der Ausstellung „Claus Graf Schenk von Stauffenberg und der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944“ an ihrer Schule. Zur atmosphärischen Einstimmung ins Thema wurde eine 15-minütige Sequenz des Kinofilms „Unternehmen Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ von Bryan Singer mit Tom Cruise in der Hauptrolle gezeigt. Christian Schleicher, Veranstaltungsbeiträge, 19. Jan. 2011 mehr...

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