Analysen und Argumente

Blockchain – Disruption der öffentlichen Verwaltung?

von Marcus M. Dapp , Dian Balta , Helmut Krcmar
Eine Technologie zur Neugestaltung der Verwaltungsprozesse
Können Algorithmen die Bescheide über Rente, Scheidung oder Steuern rechtssicher ausstellen? Wird der aktuelle Hype um die Blockchain-Technologie die Verwaltung erreichen und dort einen disruptiven Charakter haben? Die vorliegende Publikation erklärt die Anwendungsszenarien von Blockchain für die öffentliche Verwaltung. Ohne zentrale Instanz, öffentlich einsehbar, manipulations- und ausfallsicher sind interessante Eigenschaften dieser Technologie. Doch ist sie auch umsetzungsreif für die Verwaltung?

Zum Mitnehmen

  • Die Blockchain ist eine eigenständige, tiefergreifende Technologieinnovation. Die Kryptowährung Bitcoin war nur deren erste Anwendung.
  • Die Blockchain ist eine Datenbank mit vier besonderen Eigenschaften: ohne zentrale Instanz, öffentlich einsehbar, manipulations-, und ausfallsicher.
  • Ihre Bedeutung für die Verwaltung: Alle Formen von Registern, die über eine öffentlich überprüfbare Transaktionshistorie verfügen und manipulationssicher sein müssen, sind grundsätzlich für eine Blockchain-Umsetzung geeignet – etwa Grundbucheinträge, Personalausweise, Waffen- oder Kfz-Register, Patientenakten, Geburtsurkunden u. a. Die Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung liegen in den Bereichen Technologie, Prozesse, Recht und Personal.
  • Politik und Verwaltung sollten in einem agilen und innovationsfreundlichen Klima die Erforschung, das Verständnis und die Erprobung von Blockchain-Lösungen in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft fördern.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.