Analysen und Argumente

Menschenwürde als Leitmotiv der Digitalisierung

von Joachim Fetzer
Die Digitalisierung bringt nicht nur technische und wirtschaftliche Veränderungen mit sich, sondern auch einen gesellschaftlichen Wandel mit Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. "Innovationen" und "Disruptionen" sind wirtschaftlich erwünscht, führen aber zu gesellschaftlichem Orientierungsverlust. Der Einzelne, aber auch die Gesellschaft insgesamt müssen sich neu verorten. In dieser Situation erweist sich die Menschenwürde als ein verlässlicher Kompass.++++ ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE

Zum Mitnehmen

  • Die Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert das Verhältnis von Körper und Geist, aber auch die Strukturierung von Individuen und Gruppen. Im öffentlichen Diskurs hierzu sind technische Einschätzungen und politisch-moralische Bewertungen nicht sauber getrennt.
  • Euphorie und Entsetzen über die digitale Transformation beruhen auf naiven Menschenbildern. Digitale Kommunikation erfordert einen neuen Zivilisierungsprozess.
  • Maschine bleibt Maschine, und Mensch bleibt Mensch: mit Namen, Gesicht und in großer Vielfalt.
  • In praktischen Fragen der Digitalisierungspolitik bieten die Konkretisierungen der Menschenwürde einen politisch-moralischen Kompass. Mit diesem sollte die digitale Welt gestaltet, ihre Entwicklung aber nicht gebremst werden.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.