Analysen und Argumente

Steuerung und Organisation öffentlicher Hochschulen in den USA

von Liudvika Leisyte
Das amerikanische Hochschulsystem bildet eine wichtige Grundlage für das gute Image der USA als weltweit führendes Wissenschaftsland. Es zeichnet sich durch ein besonderes Wechselspiel zwischen Autonomie und Abhängigkeit aus – mit deutlichen Veränderungen in den letzten Jahren. Ein Blick auf die Hochschulen in den USA lohnt sich – vor allem vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in der deutschen Hochschullandschaft. ++++ ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE

Zum Mitnehmen

  • Die Hochschullandschaft in den USA ist vielfältiger als in Deutschland: Neben promotionsberechtigten Universitäten gibt es Hochschulen, die einen Bachelor oder Master verleihen können, an denen man den associate’s degree erwirbt sowie Einrichtungen mit besonderem Schwerpunkt und Hochschulen für indianische Ureinwohner (tribal colleges). Insgesamt gibt es über 4.000 Hochschulen mit fast 20 Millionen Studierenden.
  • Wie in Deutschland gibt es auch in den USA eine föderale Zuständigkeit im akademischen Bildungsbereich. Zuständig sind vor allem die Bundesstaaten. Öffentliche Hochschulen in den USA sind wesentlich stärker von privater Finanzierung abhängig als in Deutschland.
  • In den USA haben die Hochschulleitungen im Laufe der Zeit zunehmend an Einfluss gewonnen. Dadurch wurden die Hochschulsenate geschwächt. Die Aufsichtsgremien in den USA (boards of trustees), die gesellschaftliche und wirtschaftliche Interessen vertreten, haben mehr Einfluss als deutsche Hochschulräte.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.