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3. Wirtschaftsforum über das "Das MERCOSUR-EU-Abkommen"

Potenzial des „Mercosur-EU-Abkommens“ für die wirtschaftspolitischen Beziehungen zwischen Uruguay und Deutschland

Das Potenzial des „Mercosur-EU-Abkommens“ stellt in vielerlei Hinsicht eine vielversprechende Basis für die wirtschaftspolitischen Beziehungen zwischen Uruguay und Deutschland dar. Dies ging aus dem 3. Wirtschaftsforum, das am Dienstag den 28. Juli im World Trade Center (unter strikter Einhaltung des Gesundheitsprotokolls) stattfand, hervor. Die Veranstaltung bot Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Gelegenheit zum Austausch über das Abkommen und kam hierbei auf Themen wie den Freihandel, Multilateralismus und die daraus resultierenden Chancen für die beiden Wirtschaftsblöcke zu sprechen. Das Event konnte zudem über den Livestream in den sozialen Netzwerken der KAS und der AHK online verfolgt werden.
Foro Económico Ansprache
Foro Económico Ansprache

Das Event wurde durch die Begrüßungsworte von Herrn Artur Brunner (Deutsche Botschaft, Wirtschaftsbeziehungen), Herrn Willie Tucci (Vorstandvorsitzender der Deutsch-Uruguayischen Industrie- und Handelskammer) und Herrn Sebastian Grundberger (Leiter der KAS) eröffnet. Sebastian Grundberger, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung Uruguay, hob die Bedeutung der Kooperation zwischen Ländern vor, die gemeinsame Grundwerte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Einsatz für Menschenrechte teilen. Dies stelle eine optimale Grundlage auch für die wirtschaftspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Uruguay dar: "Uruguay ist mit seiner stabilen und traditionsreichen Demokratie auch ein attraktiver Geschäftspartner für Deutschland.“, so Grundberger.

Auf die Begrüßungsansprachen folgten die Reden von Frau Argimón (Vizepräsidentin Uruguays), Frau Dörr-Voß (stellvertretende Sekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland) und Herrn Hogan (Handelskommissar der Europäischen Union). Hierbei äußerten sich alle drei Referenten optimistisch und hoffnungsvoll gegenüber dem „EU-Mercosur-Abkommen. Während Armigón das Abkommen in mehrfacher Hinsicht als „eine Verbesserung für beide Wirtschaftsblöcke" bezeichnete, betonte Dörr-Voß, dass "dieses weit über eine reine wirtschaftspolitische Zusammenarbeit hinausgeht. Man könnte es in der Tat als geostrategisches Abkommen bezeichnen". Hogan kam in seinem Beitrag dagegen auf die wirtschaftliche Relevanz des Abkommens zu sprechen: "Der Handel stellt eine entscheidende Rolle für die Wiederankurbelung der Wirtschaft dar, weshalb die Ratifizierung des Abkommens von gegenseitigem Interesse sein sollte".

Auch die beiden Hauptredner Herr Jørgensen (Latin America DG Trade, Europäische Kommission) und Valeria Csukasi (Leiterin für Integration und Mercosur Angelegenheiten, Außenministerium Uruguay) hoben in ihren Reden die Vorteile des Abkommens für beide Akteure hervor. Obwohl die Zweifel daran mehr als verständlich seien, wie Jørgensen meint, seien diese, verglichen mit dem Nutzen, das ein Abkommen dieser Größenordnung mit sich bringen würde, zweitrangig. Auch die uruguayische Botschafterin ist sich den Herausforderungen bis zur Ratifizierung des Vertrags bewusst, betont in ihrer Rede aber primär das Potenzial für beide Wirtschaftsblöcke und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung des Abkommens für Uruguay: „Uruguay braucht die Welt und kann nicht nur nach innen schauen.“

In der Ansprache von Dr. Ilja Notnagel (Vorstandsmitglied der Deutschen Industrie- und Handelskammertag) wurden anschließend die Themen Freihandel und Multilateralismus als historische Chance für das Abkommen und seine nachhaltige Entwicklung behandelt.

Die Konferenz schloss mit einem Podiumsdiskussion über die Perspektiven des Abkommens, die von Paula Barquet (Journalistin der urugayischen Tageszeitung EL PAÍS) moderiert wurde, ab. Dabei vertraten Andrea Roth (Vorsitzende der Unión de Exportadores del Uruguay), Mike Mies (Vorstand BASF Services Americas S.R.L.), Dr. Luis Blanco (Kabinettschef des Generalsekretärs der Europäischen Volkspartei) und Dr. Ignacio Bartesaghi (Dekan an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universidad Católica del Uruguay) ihre Standpunkte hinsichtlich des Abkommens und die daraus hervorgehenden Chancen für die beiden Wirtschaftsakteure.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Referenten das Potenzial des Abkommens mehrfach unterstrichen und dieses als einen großen Fortschritt für beide Wirtschaftsblöcke und eine vielversprechende Basis für die wirtschaftlich-politischen Beziehungen einstufen.

 

Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier abgerufen werden.

Ansprechpartner

Thomas Schaumberg

Schaumberg, thomas

Trainee im Auslandsbüro Uruguay

thomas.schaumberg@kas.de +598 2902 0943

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