Die Konrad-Adenauer-Stiftung und das Albanische Medieninstitut, haben am 14. Dezember 2010, in Hotel Rogner, ein Round-Table-Gespräch organisiert, um über das Thema „Visa-Liberalisierung und die Rolle der Medien“ zu diskutieren. Zu den wichtigsten Teilnehmern gehörten: Herr Harald Schindler von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Albanien, Frau Ilda Zhulali vom Außenministerium Albaniens, Herr Remzi Lani, Leiter des Medieninstitutes Albaniens, Herr Gledis Gjipali, Leiter der NGO „European Movement of Albania“. Eingeladen waren eine Reihe von Journalisten und Chefredakteure der wichtigsten Zeitungen im Lande.
Albanische Bürger, die einen biometrischen Pass haben, dürfen ab dem 15.12.2010 visafrei in den Schengen-Raum einreisen.
Vor diesem Hintergrund war dieses Seminar nützlich, da die Medien einen wichtigen Beitrag zur Vollendung dieses Prozesses geleistet haben und weiterhin eine sehr wichtige Rolle bei der Informierung der Bürger über die Rahmenbedingungen der freien Bewegung innerhalb der EU spielen soll.
Im Rahmen der Visa-Liberalisierung, verfügen die Medien in Albanien über das notwendige Potential, die Bürger in Albanien mit wichtigen Informationen auszustatten und sie für die Einhaltung der Regeln verantwortlich zu machen. Die albanischen Medien haben auch gegenüber der Regierung einen positiven Druck ausgeübt, so dass diese die Schritte für eine Abschaffung des Visa-Regimes beschleunigte.
Diskutiert wurden im Seminar viele Probleme, die die Visa-Liberalisierung mit sich bringt. Es wurde über verschiedene Fragen diskutiert, wie über die Frage der Roma, des Nachweises von Finanzmitteln bei der Grenzkontrolle, der Blutrache im Norden Albaniens und der Asylpolitik der EU. Hierzu hat der Leiter der CIVITAS Albania Foundation über das Projekt „Lebt mit Würde!“ informiert.
Mit dem Schritt der Visa-Liberalisierung und dem Seminar mit den Medien geht Albanien einen wichtigen Schritt in Richtung Europäische Union.