Sonderausgabe „Venezolanische Migration“

Am 19. August 2015 kam es an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela zu einer humanitären Krise. Die Regierung von Nicolás Maduro hatte im Rahmen von zweifelhaften Sicherheitsmaßnahmen mit dem Titel “Operationen zur Befreiung des Volkes” die Grenzübergänge zwischen beiden Ländern geschlossen. Im Zuge der Operationen wurden Häuser niedergerissen oder mit einem “D” für “Deportierte” markiert. Die Situation zwang Tausende von Kolumbianern die im Nachbarland lebten, die grüne Grenze zu überschreiten, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Ausweisung und Deportierung von ca. 1.500 Kolumbianern führte zur “freiwilligen” Rückkehr von zwischen 23.000 (nach offiziellen Angaben) und 33.000 Menschen, eine Zahl die von humanitären Hilfsorganisationen angegeben wird.

An diesem Mittwoch sahen sich die kolumbianischen Behörden gezwungen, einen Notstandsplan zu aktivieren um die Menschenflut an den illegalen Grenzübergängen zu bewältigen; Menschen die mit ihren wenigen Habseligkeiten geflohen waren, als wenn es sich um eine Naturkatastrophe oder einen Krieg handelte. Diese Welle von Kolumbianern, Venezolanern und kolumbianisch-venezolanischen Bürgern und ihren Familien war der Beginn dessen, was sich inzwischen zum weltweit größten Flüchtlingsphänomen entwickelt hat.

In dieser Ausgabe sollen die verschiedenen Aktivitäten und Maßnahmen vorgestellt werden, die wir mit unseren Partnern realisiert haben und die zu mehr Integration und Inklusion der venezolanischen Migranten beitragen sollen. Ziel ist es auch, das Thema Migration auf die politische Agenda der kolumbianischen Regierung zu bringen.

Nur auf Spanisch verfügbar.

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María Paula León

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Projektkoordinatorin

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