Wertvolle Dokumente zu Erich Köhler übernommen

Erich Köhler (1892-1958) wurde 1949 zum ersten Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt. Das Archiv für Christlich-Demokratische Politik konnte jetzt ein bedeutendes Konvolut an persönlichen Dokumenten Köhlers übernehmen. Dazu gehört neben Ausweisen und Kennkarten aus der Vor- und Nachkriegszeit auch der Dienstausweis des Zweizonenwirtschaftsamtes, dessen Präsident Köhler von 1947 bis 1949 war. Standesamtliche Dokumente wie Trauschein, Geburts- oder Sterbeurkunde, sein Soldbuch aus dem Ersten Weltkrieg oder Arbeitsverträge aus der Zwischenkriegszeit dokumentieren weitere biographische Stationen Köhlers. Ergänzt wird das Konvolut um persönliche Unterlagen von Köhlers Ehefrau (u.a. Pässe, Urkunden und Zeugnisse). Vorladungen und die jüdische Kennkarte von 1939 lassen den Druck des NS-Regimes auf die aus einer jüdischen Prager Familie stammende Helene Köhler und ihren Mann anschaulich werden.

Die übernommenen Unterlagen stellen eine wertvolle Bereicherung der Archivbestände dar und richten den Blick auf einen heute weitgehend vergessenen Mitbegründer der CDU und der jungen Bundesrepublik.