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kulturgeschichten

Mit Schauspielerin Lorna Ishema und Isabell Šuba

Regisseurin Isabell Šuba und Schauspielerin Lorna Ishema waren zu Gast bei kulturgeschichten und sprachen über Meilensteine, Hindernisse und Herausforderungen ihrer beruflichen Karrieren. 3sat-Journalistin Vivian Perkovic moderierte das Künstlerinnengespräch.
„Eigentlich bin ich aus Versehen Schauspielerin geworden“, schmunzelte die Schauspielerin Lorna Ishema, die eher zufällig ans Theater und später zum Film kam. Die veralteten Strukturen am Theater seien immer noch ein Problem, trotz eines neu eingekehrten Bewusstseins durch die #MeToo Bewegung. Es sei immer schon schwierig gewesen als Frau Gehör zu finden und beispielsweise ebenso viel Sprechzeit zu bekommen wie die männlichen Kollegen. #MeToo sei es zu verdanken, Dinge anders ansprechen zu können, Rollen einzufordern und auch absagen zu können.

Die Regisseurin Isabell Šuba liebt dieses Bedürfnis nach Kontrolle und Macht und sagte, was sie nicht tun könne, würden andere für sie übernehmen. „Es öffnet mir einen emotionalen Raum, durch den ich erleben kann.“ Aber auch sie habe immer wieder die Benachteiligung von Frauen erfahren. Selbst als gefragte Regisseurin konnten es sich „die Männer“ in ihrem Business nicht nehmen lassen, an ihrer Kompetenz und kreativen Ader für ein bestimmtes Filmgenre zu zweifeln. Kann eine Frau keinen guten Action-Krimi drehen?

„Wir werden nicht für unsere Leistung gesehen, sondern durch den sexuellen Kontext“, verurteilte Šuba. Deshalb müsse noch mehr Aufklärung betrieben und immer wieder darüber gesprochen werden. Das Internet und die #MeToo Bewegung leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit.
Ansprechpartner

Kristina Devine

Kristina Devine

Referentin für Kulturpolitik

kristina.devine@kas.de +49 30 26996-3583

Über diese Reihe

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