Veranstaltungsberichte

PRÄSENTATION WORKING PAPER “LA CRISIS DE VENEZUELA Y SU DIMENSIÓN INTERNACIONAL

Am Dienstag, dem 5.12. fand im Restaurant Vista Corona die Präsentation des Working Paper “La crisis de Venezuela y su dimensión internacional: una lectura desde Colombia”. (Die Krise in Venezuela und ihre internationalen Auswirkungen aus der Sicht Kolumbiens) statt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der bisherige Repräsentant der KAS in Kolumbien, Dr. Hubert Gehring verabschiedet und sein Nachfolger Stefan Reith vorgestellt.  

 

Die Veranstaltung wurde eröffnet vom Repräsentanten der KAS in Kolumbien und Herausgeber der Publikation, Dr. Hubert Gehring. Dabei betonte er wie wichtig es sei, dass die kolumbianische Regierung mit dem sogenannten „venezolanischen Phänomen” richtig umgehe. Die vorliegende Publikation trage dazu mit interessanten Überlegungen bei, wie sich Kolumbien als erste Anlaufstelle der Migranten aus dem Nachbarland verhalten solle. Weiterhin beinhalte das Working Paper akademische Analysen kolumbianischer und internationaler Experten aus verschiedenen Bereichen. Die Ergebnisse dürften sich jedoch nicht nur auf den akademischen Bereich beschränken, sondern sollten auch praktische Auswirkungen auf politische Entscheidungen haben.

Im Anschluss stellte der Professor der Universidad Javeriana und Experte in außenpolitischen Fragen, Dr. Eduardo Pastrana, den Inhalt des Working Paper im Einzelnen vor. Dabei betonte er, dass das Thema Venezuela im Moment zweifellos eine der großen Herausforderungen für Kolumbien darstelle. Die Folgen der Krise beschränkten sich jedoch nicht nur auf Kolumbien oder Venezuela selbst, daher wurde der Titel „Die Krise in Venezuela und ihre internationalen Auswirkungen aus der Sicht Kolumbiens“ für die Publikation gewählt. Die Krise stelle ein Risiko für die gesamte Region dar und falls sie vernachlässigt werde, könne sie die Stabilität und Sicherheit in ganz Lateinamerika gefährden.

Die Krise in Venezuela sei multidimensional und auf einen langen Prozess zurückzuführen, der nicht erst aus den Protesten der Jahre 2014 und 2017 entstanden sei; vielmehr sei sie Ausdruck eines überholten Wirtschafts- und Politikmodells. Die zögernde Reaktion regionaler Organisationen auf die Krise hatte die Einmischung anderer internationaler Organisationen sowie den Einsatz von Abwehrmechanismen zur Folge, die nicht mit den öffentlichen Institutionen abgestimmt waren.

Letztendlich bedankte sich Pastrana bei dem scheidenden Repräsentanten Dr. Hubert Gehring für sein Engagement in Kolumbien, wies auf die zahlreichen gemeinsamen Projekte in den letzten Jahren ein und gab Dr. Gehring die besten Wünsche für seinen neuen Lebensabschnitt mit auf den Weg.

Der Direktor für Entwicklung und Integration in Grenzgebieten des Außenministeriums, Víctor Bautista ging in seiner Präsentation ebenfalls auf den Inhalt des Working Papers ein. Seiner Meinung nach waren die beiden Nachbarländer, Kolumbien und Venezuela seit ihrer Gründung sehr eng verbunden; daher sollten die bilateralen Beziehungen tiefgreifend analysiert werden. In diesem Zusammenhang dankte Bautista der KAS und Dr. Eduardo Pastrana für die Arbeit an dem vorliegenden Paper und hob die Bedeutung dieser qualitativ hochwertigen Publikation für die kolumbianische Gesellschaft hervor.

Anschließend ging man zum zweiten Teil der Veranstaltung über, in dem Hubert Gehring nach 7-jähriger Tätigkeit in Kolumbien verabschiedet werden sollte. Dabei hoben der Bundestagsabgeordnete der CDU, Peter Weiß, und der Leiter der Abteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit der KAS-Zentrale in Berlin den Einsatz von Hubert Gehring in Kolumbien hervor. Auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kolumbien, Peter Ptassek, erkannte den Beitrag des scheidenden Repräsentanten der KAS zur Förderung der Kooperation zwischen beiden Ländern an.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Nachfolger von Dr. Gehring, Stefan Reith begrüßt, der ab Januar 2020 die Leitung der KAS in Kolumbien übernehmen wird.

 

 

Ansprechpartner

Andrea Valdelamar

Andrea  Valdelamar bild

Projektkoordinatorin

Andrea.Valdelamar@kas.de +57 1 74309 47-206

Über diese Reihe

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