Veranstaltungsberichte

WAN-IFRA und KAS: World Editors' Forum

von Deepica Sachdeva, Ann-Margret Bolmer
Unter dem Thema „Driving Revenue in Digital“ wurde vom 19.-21. Februar 2019 zum achten Mal eine digitale Konferenz für Online-Redakteure abgehalten. In diesem Jahr standen digitale Trends, Technologie und Innovationen, Benchmark Marketing, Framing und Wording im Internet und erfolgreiche Umsatzstrategien für Zeitungsredaktionen im Vordergrund.

Die Veranstaltung in Mumbai wurde organisiert von der World Association of Newspapers and News Publishers, WAN-IFRA. Parallel dazu fand die Konferenz „Newsroom Summit 19“ statt, ebenfalls veranstaltet durch WAN-IFRA und unterstützt durch das World Editors' Forum Indien, die Konrad-Adenauer-Stiftung und Medienunternehmen wie Google News Initiative, protecmedia, Newstech und Facebook. Während des dreitägigen Gipfels diskutierten Experten über die Veränderungen in Redaktionen, Journalismus in der digitalen Welt und Fake News ebenso wie über die Entwicklung einer „Newsroom Culture“.

Pankaj Madan, Konrad-Adenauer-Stiftung, sprach in seiner Rede davon, dass die Sinnkrise der Medien ebenso wie die problematische Beziehung zwischen Medien und Regierung entstanden sei durch die starke, in dieser Form nie dagewesene gesellschaftliche und politische Bedeutung des medialen Sektors. Der Demokratieindex eines Staates werde oft danach beurteilt, wie unabhängig und frei dessen Journalisten agieren könnten.

Am 21. Februar fand der Workshop zu „Building a Newsroom Culture“ statt, moderiert und geleitet durch Michael Cooke, ehemaliger Chefredakteur des Toronto Star, Kanada und Murdoch Davis, Davis, Cooke Media, USA. Unterstützt wurde der Workshop durch das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung Indien.

Magdoom Mohamed, geschäftsführender Direktor von WAN-IFRA Südasien, hieß die Teilnehmer willkommen und gab einen Überblick über den Ablauf des Workshops.

Das Training diene der Verbesserung der Journalisten und würde so auch langfristig dafür sorgen, dass die freie Presse einen der Grundpfeiler der Demokratie darstelle, sagte Pankaj Madan.

Die Dozenten gaben während des Seminars Einblick in die verschiedenen Phasen der investigativen Recherche. Aufbau eines Investigativ -Teams, Merkmale guter Stories- wie Macht, Geld, Gier und Korruption-, Ausführung des Zeitplans, ebenso wie Risiken und Probleme seien Elemente, die während des Schreibens einer Investigativ -Geschichte beachtet werden müssten.

Besonders hervorgehoben wurde von den Dozenten, dass es bei investigativem Journalismus nicht einfach nur um die Erzeugung eines Produkts gehe, sondern es ein Service sei, der die Gesellschaft nachhaltig verändere.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.