Veranstaltungsberichte

Zypern – ein zuverlässiger Partner

Außenminister Kasoulidis besucht Berlin

Der Außenminister Zyperns, Ioannis Kasoulidis, hat bei einer Neuauflage des Europaforums der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin sein Land als zuverlässigen Partner der EU vorgestellt. „Wir tragen eine größere Verantwortung, als es die Größe unsres Landes vermuten lässt“, so Kasoulidis.

Beispiele dafür seien Zyperns Rolle bei der Vernichtung syrischer C-Waffen und der Kampf gegen den weltweiten Terrorismus an geopolitische bedeutender Stelle. Zudem wird die Erschließung von Aphrodite, einem riesigen Gasfeld im Süden des Landes, dazu beitragen, die gesamte Region nachhaltig zu stabilisieren. „Das, was Kohle und Stahl für die EU bedeuteten, soll Gas für die Länder der Region, darunter Ägypten, Israel und Libanon – werden: ein einendes Band an der Außengrenze der EU“, so der Minister.

Zypern und die Türkei

Auch zu den Beziehungen mit der Türkei nahm Kasoulidis Stellung. Mit dem „Feind von gestern“ hat Anfang 2014 ein neuer hoffnungsvoller Anlauf zur Wiedervereinigung begonnen, um die 40-jährige Phase der Trennung zu beenden. In einer gemeinsamen Erklärung, die unter Beteiligung von UN-Vermittlern entstand, bekennen sich die Präsidenten beider Länder dazu, rasch einen Fahrplan festzulegen und im Anschluss Referenden im Norden und Süden abzuhalten. Ein wiedervereintes Zypern soll aus einem griechisch-zyprischen und einem türkisch-zyprischen Staat unter dem Dach einer gleichberechtigten Föderation beider Landesteile bestehen, heißt es in der Erklärung. „Dieses Mal ist es anders“, so Kasoulidis. „Es gibt den ernsthaften Willen, das Problem zu lösen.“

Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, sagte Deutschlands Unterstützung zu, schon aus den eigenen Erfahrungen heraus. Er sagte: „Hier wächst eine Pflanze der Wiedervereinigung, die wir liebevoll begleiten werden“. Auch erinnerte er an den Beinahe-Bankrott Zyperns vor zwei Jahren. Damals musste das Land unter den europäischen Rettungsschirm kriechen. Wirtschaft, Banken und Arbeitsmarkt waren am Boden. Nach umfassenden Strukturreformen ganz im Sinne der EU sei man schließlich wieder auf die Beine gekommen. Für Kampeter aus heutiger Sicht ein schönes Beispiel dafür, dass es europäische Solidarität nur gegen eine Verhaltensänderung geben kann und eine Erfolgsgeschichte „per excellence“.

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