Veranstaltungsberichte

Lässt sich die Europäische Union demokratisch verfassen?

Im Rahmen der Ringvorlesung zur „Verfassung Europas" hat sich der heute in Bologna forschende, renommierte Politikwissenschaftler Prof. Graf Kielmansegg vor 60 Zuhörern mit der Frage nach einer demokratischen Legitimation der EU befasst. Nach seiner Ansicht benötigt die EU eine europäische Legitimation, um die Loyalität der Bürger zu sichern. Sie sei aufgrund ihrer Struktur aber nur begrenzt legitimationsfähig, da durch die verschiedenen Wellen der Erweiterung auch Mitgliedstaaten beigetreten seien, die dem Gründungskonsens viel ferner stünden als die ursprüngliche Sechsergemeinschaft.

Die EU als Vorbild

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers' Europa-Rede in Bonn

Vor 300 Gästen hat der Ministerpräsident von NRW, Dr. Jürgen Rüttgers, seine Erwartungen an Europa diskutiert. Im Rahmen der Ringvorlesung, die das Institut für Politikwissenschaft der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit der KAS im Wintersemester 2007/2008 durchführt, sprach der Ministerpräsident unter dem Titel: „Europas Rolle in der neuen Weltordnung“. In Anwesenheit von Rektor Prof. Winiger und Dekan Prof. Fohrmann machte sich Jürgen Rüttgers für „mehr Europa“ stark, schränkte aber zugleich ein, dass nicht der „amerikanische Kapitalismus, sondern die praktizierte Soziale Marktwirtschaft" die Akzeptanz der europäischen Integration erhöhe.

Besserer Kinderschutz durch mehr staatliche Kontrolle

Vortrag der Reihe Zukunftsblicke

Die Misshandlung von Kindern in Deutschland war im Jahr 2007 eines der Themen, die fast durchgängig die Schlagzeilen beherrschten. Immer neue Berichte von vernachlässigten Kindern, für die oft jede Hilfe zu spät kam, erschütterten die Öffentlichkeit. Auf politischer Ebene entwickelte sich eine intensive Diskussion darüber, wie Staat und Gesellschaft vernachlässigten Kindern helfen können. Im Zentrum stand dabei die Frage nach dem rechtzeitigen und zuverlässigen Erkennen von Kindesmisshandlung oder -vernachlässigung.

Deutsch-Ägyptisches Forum: Zukunftsvisionen für Ägypten

Obwohl Ägypten mit ganz anderen politischen,gesellschaftlichen und wirtschaftlichenProblemen als Deutschland zu kämpfen hat, beherrschen ähnliche Themen die politischen Talkrunden und Leitartikel der Zeitungen. Der Vergleich politischer Debattenund Zukunftsvisionen bietet daher die Chance gegenseitiger Lernerfahrungen. Insbesonderedie Themen Bildung, Arbeitsmarktpolitik und soziale Sicherung werden in beiden Ländern heiß diskutiert.

Kommunikation zwischen Jugend und Öffentlichkeit

Die Begeisterung der ägyptischen Jugend für politische Partizipation hält sich in Grenzen.Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, das politische Interesse junger Ägypter(innen) zu stärken. In mehreren Vorträgen wurden ihnen verschiedene Arten politischer Partizipation näher gebracht und verdeutlicht,inwiefern politisches Engagement einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft nehmen und Veränderungen bewirken kann.

Familienbilder in Ägypten

Das Verständnis von Familie in Ägypten ist drastischen Veränderungen ausgesetzt. FamiliäreGewalt und Familienzerfall wird dadurch zu einem vieldiskutierten Problem. Die Hintergründe dieser Entwicklungen sind vielfältig und gehen sowohl auf ökonomische als auch soziale Einflüsse zurück.

Frauen und Lokalwahlen

Besonders dem weiblichen Teil der ägyptischen Bevölkerung wird politische Partizipation nicht leicht gemacht. Gerade auch auf lokaler Ebene sind Frauen politisch stark unterrepräsentiert. Der dreitägige Workshop vermittelte Kandidatinnen der 2008 anstehendenLokalwahlen Kenntnisse über demokratische Wahlprozesse und politisches Engagement.

Förderung von Journalistinnen in den Bereichen Politik und Menschenrechte

Die dreitägige Veranstaltung vermittelte 25 jungen Journalistinnen Fachwissen in denBereichen Politik und Menschenrechte. Ziel war die Vermittlung von Fähigkeiten, die esermöglichen, auch unter den Bedingungen staatlicher Zensur informative Texte zu verfassen.

Muslime als Staatsbürger im Nahen Osten und in Europa

Vortrag

Zusammenfassung des Vortrags des deutschen Schriftstellers und Islamwissenschaftlers Navid Kermani

„Auch im Islam kann es Vereinbarkeit von Aufklärung und Religion geben“

Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen – unter diesem von Immanuel Kant geprägten Leitspruch der Aufklärung stand am 12. Dezember 2007 die Abendveranstaltung der KAS zum Thema „Aufklärung und Religion“.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Bestellinformationen

Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.