Veranstaltungsberichte

Der große Unterschied zwischen Schrift und Auslegung

Die Tagung „Islam und Rechtsstaat" in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Verfassungen spielen in der Organisation der Gesellschaft erst seit relativ kurzer Zeit eine Rolle. Gerade mal 230 Jahre ist es her, dass in den USA die erste Verfassung verabschiedet wurde. Nach und nach übernahmen dann in fast allen Ländern Verfassungen die Aufgabe, die zuvor im Wesentlichen der Religion zugefallen war: Die Regulierung der gesellschaftlichen Normen. Während sich in Europa der Einfluss der Kirchen auf die Verfassung dabei immer mehr abschwächte, ergibt sich noch heute in den islamischen Staaten ein vollkommen anderes Bild: Dort gibt es oftmals ein großes Spannungsverhältnis zwischen dem religiösen Recht, der Scharia, und den ebenfalls in der Verfassung garantierten grundlegenden Menschenrechten. Im zweiten Teil der Tagung „Islam und Rechtsstaat – Zwischen Scharia und Säkularisierung“, die die Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient ausrichtete, wurde daher die Frage nach der „Verfassungsgebung und Verfassungsgestaltung" im Islam gestellt. Zu diesem kontroversen Thema gab es auch im Auditorium einigen Gesprächsbedarf, so dass sich eine sehr lebendige Diskussionsrunde entwickelte. Den Kern der Thematik traf dabei Dr. Farish Noor vom Zentrum Moderner Orient mit der Feststellung: „Die Religion steht nicht zur Debatte, das Wurzel des Problems ist die Auslegung der Religion.“

Islam und Rechtsstaat

Gerechtigkeitsvorstellungen im Islam

Die Diskussion um Gerechtigkeit im Islam als politisches Ordnungsprinzip wirft Fragen nach Grundlagen des islamischen Rechtssystems auf. Islamwissenschaftler und Juristen erörterten das Thema Islam und Rechtsstaat unter historischen und soziologischen Aspekten in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung.

„Der Staat darf sich nicht erpressen lassen“

Rückblick auf den Herbst 1977

„Ich spürte so eine Stimmung in der Bevölkerung und bei den Verantwortlichen. Die empfanden: Wir packen das nicht.“ Mit dieser Erinnerung eröffnete der ehemalige Justiz- und Außenminister Klaus Kinkel die Forumsdiskussion „30 Jahre danach – Erfahrungen und Lehren aus dem RAF-Terrorismus“. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte zu dieser Veranstaltung ins Forum der Akademie in Berlin eingeladen. Auf dem Podium saßen neben Kinkel der ehemalige Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz Dr. Eckart Werthebach und der frühere Chef des Bundespräsidialamtes Hans Neusel. Die Moderation für die Veranstaltung übernahm die Journalistin Gudula Geuther aus dem Hauptstadtstudio des Deutschlandradio. Unter ihrer Leitung entwickelte sich vor gut 150 Zuhörern eine spannende und teils kontroverse Diskussion über den Umgang mit Terrorismus vor dreißig Jahren und heute.

Verleihung des Lokaljournalistenpreises in Waiblingen

Vor 400 Gästen im Waiblinger Bürgerzentrum hat am Montag, 27. August 2007, die Verleihung des Lokaljournalistenpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung stattgefunden. Preisträger ist der Zeitungsverlag Waiblingen. Der Verlag erhielt die Auszeichnung für insgesamt 223 Extraseiten zu bundespolitischen Themen, die mit einem lokalen oder regionalen Zugang dargestellt wurden.

Integration in Südostasien - Indische Außenpolitik

Vortrag von Botschafter a.D. Shyam Saran in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin

60 Jahre indische Unabhängigkeit, Staatsbesuch von Kanzlerin Angela Merkel in Indien im Oktober, 40 Jahre Präsenz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Indien – Gründe genug, sich mit der Außenpolitik des „erwachenden Elefanten“ Indien auseinander zu setzen.

Presse - Zwischen Kunstkritik und Lifestyle

Rede von Peter Funken zur Veranstaltung "Zwischen Geschäft und Kreativität - Die Lebensfelder der Künstler" vom 12. August 2007 in Candenabbia

„Marshallplan für Bildung“ gefordert

Studie „Kinder in besten Händen“ vorgestellt

Anlässlich der Vorstellung der Studie „Kinder in besten Händen“ von der Konrad-Adenauer-Stiftung hat der parlamentarische Familienstaatssekretär Hermann Kues in Berlin darauf hingewiesen, dass es bei der Kleinkinderförderung nicht nur auf Quantität der Angebote ankomme, sondern mindestens genauso auf die Qualität.

Fließt uns das Wasser davon?

Wasser wird in Zukunft ein noch knapperes Gut werden. Die Wasserverteilung im Einzugsgebiet des Jordan und die türkische Kontrolle des Wassers aus Euphrat und Tigris seien latente Spannungsherde für die betroffenen Regionen, so ein Ergebnis des Seminars.

Zivilcourage und Bürgergesellschaft

Strategien gegen die totalitäre Versuchung

Rede von Dr. Wolfgang Schäuble, MdB, Bundesminister des Innern, anlässlich der Fachkonferenz "Vermächtnis und Verpflichtung - Zum 100. Geburtstag von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Helmuth James Graf von Moltke und Pater Alfred Delp" am 21. Juni 2007 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Auszeichnung für Arbeit im Dienste der sozialen Gerechtigkeit

Klaus Hermanns, Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Fortaleza (Brasilien), ist vom dortigen Landesparlament für seine Arbeit im Dienste der sozialen Gerechtigkeit und nachhaltigen Entwicklung im Bundesstaat Ceará ausgezeichnet worden.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.