Einzeltitel

30 Jahre Fall der Mauer: Wie es dazu kam, berichtet der Zeitzeuge Prof. Dr. Richard Schröder

Anlässlich des Dialogprogramms “Demokratieentwicklung und Menschenrechte, 30 Jahre Fall der Mauer” lud das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Chile Herrn Dr. Prof. Schröder aus Deutschland ein, um über die friedlichen Demonstrationen bis hin zum Mauerfall zu berichten.

Anlässlich des Dialogprogramms “Demokratieentwicklung und Menschenrechte, 30 Jahre Fall der Mauer”, lud die KAS Chile den Philosoph und Theologen Dr. Prof. Schröder aus Deutschland ein, um über die Leipziger Montagsdemonstrationen bis hin zum Fall der Mauer zu berichten.

Zu Beginn seines Aufenthaltes sprach Dr. Prof. Schröder am Sonntag, den 29.09.2019, im deutschsprachigen und gutbesuchten Gottesdienst der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in Las Condes. Der Gottesdienst stand unter dem Motto: „Friedliche Revolution - 30 Jahre Mauerfall“, wobei Dr. Prof. Schröder v.a. auf die Entstehung des Widerstands und die wichtige Rolle der Kirche bei den Montagsdemonstrationen hinwies. Neben unserem Gast sprachen an dem Tag der deutsche Botschafter, Christian Hellbach, und ein Gemeindemitglied und Zeitzeugin des Mauerfalls.

Am darauffolgenden Tag wurde Dr. Prof. Schröder von der Journalistin Silvia Kählert der Deutsch-Chilenischen Wochenzeitung „Cóndor“ interviewt. Der Artikel wird in Kürze erscheinen.

Zum Mittagessen waren wir bei Schwester Karoline Mayer, der Gründerin der Stiftung „Cristo Vive“, zum Gespräch eingeladen. Karoline berichtete uns von den aktuellen Entwicklungen im Land und Ihrer jahrelangen Erfahrung und Arbeit in den Armenvierteln von Santiago de Chile.
Nach diesem Besuch fuhr ein kleines Team zusammen mit Dr. Prof. Schröder nach Talca, wo am nächsten Tag die Veranstaltung „Zeitenwende – von den Leipziger Montagsdemonstrationen zum Fall der Berliner Mauer“ vor Studenten der Rechts- und Sozialwissenschaften stattfand. In seinem Vortrag legte Herr Schröder besonderen Wert auf die Entstehung der Demonstrationen und die wichtige Rolle der Kirche, ohne die der friedliche Widerstand undenkbar gewesen wäre. Die gut besuchte Veranstaltung wurde durch einen Kommentar der Professorin Alejandra Márquez Cabrera abgerundet und mit interessanten Fragen aus dem Publikum beendet.

Am Mittwoch veranschaulichte Dr. Prof. Schröder ca. 30 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Deutschen Schule Valparaíso die Friedliche Revolution in Leipzig anhand Erzählungen und Bildern. Die interessierten und gut vorbereiteten Jugendlichen durften ihm im Anschluss daran Fragen stellen. Sie waren sehr an seiner persönlichen Erfahrung dieser Ereignisse interessiert.

Am Abend hielt Dr. Prof. Schröder seinen Vortrag „Zeitenwende – von den Leipziger Montagsdemonstrationen zum Fall der Berliner Mauer“ im deutschen Club in Valparaíso, der an diesem Abend seine jährliche Veranstaltung anlässlich des Tages der Deutschen Einheit feierte. Das größtenteils deutschsprachige Publikum war begeistert und dankbar, diesen inspirierenden Gast zu erleben. An den Feierlichkeiten nahm erneut der deutsche Botschafter, Christian Hellmann, teil.

Auch die Deutsche Schule Santiago kam in den Genuss, unseren intellektuellen Gast zu empfangen. Zunächst sprach er ein paar einführende Worte bei den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Deutschen Einheit vor der gesamten Schule, also vor insgesamt ca. 1000 Kindern und Jugendlichen.
Am folgenden Tag berichtete er erneut, wie bereits in Valparaíso geschehen, vor zwei Geschichtskursen über die Ereignisse vom Herbst 1989. Auch hier wurden wir überrascht von der Neugierde und dem Wissenstand der Jugendlichen, die sich trauten dem Zeitzeugen ihre Fragen zu stellen.

Am Tag der Deutschen Einheit hielt Herr Dr. Prof. Schröder einen Vortrag im Präsidentenpalast „La Moneda“.
Seine Rede handelte von der Entstehung der Montagsdemonstrationen in Leipzig.


Die Montagsdemonstrationen waren friedliche Demonstrationen im Herbst 1989.
Ihren Ursprung haben die Demonstrationen in Leipzig, wo sie am 04. September 1989 begannen. Danach breiteten sich die Demonstrationen auch auf andere Städte aus.
Viele DDR-Bürgerinnen und Bürger demonstrierten gegen die politischen Verhältnisse im Land.
Ihren Ausgang nahmen die Montagsdemonstrationen von den Friedensgebeten in der Nikolaikirche, die jeden Montag um 17 Uhr stattfanden.


Die Rede von Herrn Prof. Dr. Schröder im Palast La Moneda, befindet sich zum herunterladen in der rechten oberern Leiste.

Ansprechpartner

Dorothee Löffler

Dorothee Löffler bild

Projektkoordinatorin

dorothee.loeffler@kas.de +56 22 234 20 89

Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.