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Das Modell der Bundespressekonferenz

Buch von Gunnar Krüger auf Spanisch übersetzt

Das Medienprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung in Lateinamerika hat das Buch von Gunnar Krüger übersetzt, um dessen Informationen für die lateinamerikanische Bevölkerung zugänglich zu machen, um einen Anstoß zu geben, das Modell der Bundespressekonferenz zu kopieren.

Ein Problem, welches dem der Journalismus regelmäßig gegenübersteht, ist, dass die Regeln zur Informationsverbreitung ausschließlich von Regierungen festgelegt werden. Für die Journalisten ist der Zugang zu den Regierungsquellen schwer, oft werden Informationswege zu staatlichen Einrichtungen blockiert. Nur eine selektive Gruppe von Journalisten wird regelmäßig von der Regierung informiert.

Hinzukommt, dass die journalistischen Einrichtungen sich auf eine Gruppe von wenigen Personen – oft von den Regierungen ausgewählt – reduzieren lassen Die Politiker auf der anderen Seite, fordern Objektivität und Professionalität der Journalisten, sobald sie dabei sind, ihre Regierungsarbeit bekannt zu machen. In dieser Weise ist die Beziehung zwischen Journalismus und Politik eine der gegenseitigen Abhängigkeit und Spannung.

Mit dem Ziel eine kritische und respektvolle Beziehung zwischen dem Journalimus und seinen Informationsquellen aufzubauen, haben deutsche Journalisten 1949 die Bundespressekonferenz gegründet: Eine Institution in der regelmäßig Pressekonferenzen in einer pluralistischen, kritischen und konstrukiven Umgebung stattfinden, um die Kommunikation zwischen Journalisten und den Poltikern zu fördern.

Das charakteristischste Merkmal der Bundespressekonferenz ist die absolute Unabhängigkeit von der Regierung. Keine politische Einrichtung kann in diesen Kommunikationsprozess eingreifen, oder gar Einfluss auf die Struktur der Bundespressekonferenz nehemen oder die Auswahl seiner Mitglieder. Darüberhinaus ist die Bundespressekonferenz wirtschaftlich unabhängig. Sie erhält keine Hilfe vom Staat und finanziert sich ausschließlich über die Beitragszahlung ihrer 900 Mitglieder. Alle diese Eigenschaften, lassen die Bundespressekonferenz weltweit zu einer einzigartigen Institution werden.

In der vorliegenden Publikation wird die Geschichte der BPK seit ihrer Gründung 1949 aufgearbeitet. In ihrem Gründungsjahr hatte Deutschland gerade begonnen, die Demokratie im Staat wieder aufzibauen und hatte gerade erst das dritte Reich erlebt. Betrachtet man es unter geschichtlichen Aspekten, war die Bundespressekonferenz kein Luxusgut einer opulenten Gesellschaft, aber eine Notwendigkeit für eine Gesellschaft, die gerade den dunkelsten Punkt in ihrer Geschichte hinter sich gelassen hatte, verbunden mit einer absoluten Pressekontrolle. Von der Struktur der Reichspressekonferenz, die in der Weimarer Republik aufgebaut wurde, inspiert, fanden die deutschen Journalisten in ihren eigenen demokratischen Traditionen einen Mechanismus um einen starken und unabhängigen Journalismus zu garantieren. In dieser Form wurde eine der grundlegenden journalistischen Vorrechte wieder gewonnen: Das Fragerecht.

Das Medienprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung in Lateinamerika hat das Buch von Gunnar Krüger übersetzt, um dessen Informationen für die lateinamerikanische Bevölkerung zugänglich zu machen und einen Anstoß zu geben, das Modell der Bundespressekonferenz zu kopieren.

Publikation nur auf spanisch verfügbar.

Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Argentinien Argentinien