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Frauen und der Widerstand gegen Radikalisierung

Immer mehr Frauen in der MENA-Region versuchen, der anhaltenden Radikalisierung und Instrumentalisierung des gewaltbereiten Islam etwas entgegenzusetzen, und einige fallen ihr auch zum Opfer.

Die Ergebnisse der achten Jahreskonferenz, die 2017 gemeinsam vom "ISIS Zentrum für Frauen und Entwicklung" an der Universität Fes und der KAS durchgeführt wurden, liegen nunmehr als Publikation vor. Der Fokus lag diesmal auf der Haltung von Frauen gegenüber der zunehmenden Gewalt in der Region. Dabei ging es sowohl um die wenigen Frauen, die selber dieser Radikalisierung zum Opfer fallen, als auch um die vielen anderen, die ihr engagiert entgegentreten. Es handelt sich um Frauen aus allen MENA-Staaten, die auf vielfältige Weise versuchen, der Gewalt etwas entgegenzusetzen, Alternativen aufzuzeigen und sich hierfür auch auf der politischen Ebene zu engagieren, indem sie Menschen- und vor allem Frauenrechte einfordern und international um Unterstützung werben. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stehen die Sahelzone und die westafrikanischen Staaten, in denen die rechtliche Absicherung und Unterstützung für diese Frauen oft noch sehr rudimentär ist, in denen es noch zahlreiche rechtsfreie Räume gibt und internationale Unterstützung häufig ausbleibt.