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In Erinnerung an Paul Mikat

Der frühere nordrhein-westfälische Kultusminister verstirbt 86-jährig

Am 24. September 2011 ist der frühere nordrhein-westfälische Kultusminister und CDU-Bundestagsabgeordnete Paul Mikat im Alter von 86 Jahren in Düsseldorf verstorben.

Mikat gehörte mehr als zwanzig Jahre (bis 1999) dem Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung und anschließend deren Kuratorium an. Als Mitglied des 1965 gegründeten Beirats der Studienförderung der „Politischen Akademie Eichholz“ war er seinerzeit an der Ausarbeitung der Richtlinien für die Begabtenförderung beteiligt. Der breiten Öffentlichkeit bleibt der habilitierte Jurist vor allem als ausgewiesener Bildungs- und Energiepolitiker in Erinnerung. In seine Amtszeit als Kultusminister von Nordrhein-Westfalen (1962 bis 1966) fielen vier Universitätsgründungen und zahlreiche schulpolitische Reformansätze. Mit den sogenannten „Mikätzchen“ bzw. „Mikatern“ sollte dem akuten Lehrermangel an den Schulen durch berufsbegleitend fortzubildende Seiteneinsteiger begegnet werden. Bereits 1963 forderte er Ganztagsschulen mit Blick auf die Situation der Familien im Ruhrgebiet. Auch als Vorsitzender der Kommission Montanregionen des Landes NRW beschäftigte er sich mit dem notwendigen Strukturwandel dieser Region. Auf Bundesebene entwickelte nach 1989 eine weitere „Mikat-Kommission“ ein Gesamtkonzept für den deutschen Kohlenbergbau. Vier Jahrzehnte lang, bis 2007, stand Mikat als Präsident der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaften vor. Bereits 2005 verlieh Papst Benedikt XVI. dem langjährigen Bochumer Universitätsprofessor und gläubigen Katholiken das Großkreuz des Gregoriusordens.

Tim Peters

Paul Mikat rechtefrei laut ACDP

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Berlin Deutschland