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Neue Ehrungen für KAS-Preisträgerin Herta Müller

Gleich zweifach ist die 1953 in Nitzkydorf/Rumänien geborene, 1987 aus der Ceauseşcu-Diktatur nach Deutschland geflohene Schriftstellerin Herta Müller ausgezeichnet worden. In ihrer Wahlheimat Berlin wird sie am 4. Mai den mit 30.000 EURO dotierten Berliner Literaturpreis erhalten.

Der von der Stiftung Preußische Seehandlung vergebene Literaturpreis ist zugleich mit dem Angebot der Berufung auf die "Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik" an der Freien Universität Berlin verbunden. Herta Müller ist diesem Ruf gefolgt und damit die erste Inhaberin dieser neu errichteten Professur, die mit dem Sommersemester 2005 am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften an der FU startet.

Stiftung und Freie Universität wollen mit dieser Kooperation den preisgekrönten Autoren ein Forum eröffnen, um, wie es in er Pressemeldung heißt, „über den Kosmos ihrer poetologischen Geheimnisse öffentlich nachzudenken und literaturinteressierten Studierenden aller Berliner Universitäten die Möglichkeit zu geben, an diesem Denkprozeß teilzuhaben.“

In der Begründung der Jury des Berliner Literaturpreises heißt es über Herta Müller: "Erinnerung ist eine der beständigsten Aufgaben von Literatur. Im Werk von Herta Müller ist sie zu einem bedrückenden Memento verdichtet. In einer inneren Wahlverwandtschaft mit Werken von Aleksandar Tisma über Imre Kertész und Günter Grass bis Ruth Klüger bewährt sich ihr Erzählen als Anteil an der literarischen Grundsteinlegung für ein neues Europa, das nicht ohne das Bewußtsein der Leiden an den Diktaturen und ihren Demütigungen entstehen kann."

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Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Sankt Augustin Deutschland