Einzeltitel

Wem gehört die Geschichte?

von Michael Braun

Erinnerungskultur in Literatur und Film

„Wir haben das 20. Jahrhundert verlassen, aber es hat uns nicht verlassen˝, schreibt Aleida Assmann über die Gegenwart des kulturellen Gedächtnisses. Romane und Filme erinnern Zeitgeschichte, indem sie Geschichten erzählen. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf den Erinnerungsorten von Krieg, Holocaust, Widerstand, Flucht und Vertreibung sowie von Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit. Der Autor untersucht das Verhältnis von Fakten und Fiktionen, von Ethik und Ästhetik, von Täter- und Opfergedächtnis sowie die Frage des Lernens aus der Geschichte.

Inhalt

Einführung: Erinnerungskultur 2010
Streitfall Erinnerung7
Leitfragen der Erinnerungskultur14
Individuelle Erinnerung und kollektives Gedächtnis24
Täter und Opfergedächtnis: Die NS-Zeit in der Erinnerungskultur
Vom Lernen aus der Geschichte: Günter Grass33
Kollektive Chronik und Erinnerungs-Collage: Walter Kempowskis Echolot-Bände40
Die Erfindung der Erinnerung: NS-Zeit im Film46
Zwischen „Ostalgie“ und Entmythologisierung: Die DDR in der Erinnerungskultur
Was bleibt von der Literatur aus der DDR: Der Literaturstreit um Christa Wolf60
Friedliche Revolution und Wiedervereinigung im literarischen Gedächtnis67
Religion und Mythos als Erinnerungsmodelle: Christoph Hein und Uwe Tellkamp77
Von der „Ostalgie“ zur Mythoskritik: Filme vom Ende der DDR89
Wem gehört die Geschichte? Ästhetik und Ethik der Erinnerungsliteratur
Kommentierte Auswahlbibliographie der Erinnerungsliteratur117
Kleine kommentierte Filmographie neuerer Erinnerungsfilme123
Auswahlbibliographie zur Erinnerungsliteraturwissenschaft126
Personenregister133
Der Autor136

Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.

Bestellinformationen

Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

ISBN

978-3-941904-83-5

erscheinungsort

Sankt Augustin Deutschland