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Wie lassen sich Folgen des Klimawandels kompensieren?

von Detlef F. Sprinz, Peter Hefele

Neue Aufgaben für Politik und Forschung

Zuletzt hat die Pariser Klimavereinbarung auf den dringenden Bedarf der globalen Gemeinschaft hingewiesen, Mechanismen zum Ausgleich von klimawandelbedingten Schäden (compensation of loss and damage, L&D) zu entwickeln. Doch die Meinungen gehen weit auseinander, wie eine solche Kompensation ausgestaltet werden soll. KAS RECAP und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung haben ein Policy Paper veröffentlicht, das die konzeptionellen Herausforderung umreißt und neue Ansätze für innovative Lösungen für L&D vorstellt.

Eindämmung und Anpassung (mitigation und adaption) an den Klimawandel werden bislang als die beiden entscheidenden Pfeiler der globalen Klimapolitik angesehen. In nationalen Klimastrategien haben diese Punkte ausführlich Eingang gefunden. Doch eine weitere, zunehmend bedeutsame Frage wird immer öfter gestellt: Wie kann eine angemessene Ausgleich (compensation)für Staaten und (Gruppen von) Personen, deren Lebensweise von den Folgen des Klimawandels bedroht ist, aussehen? Das bekannsteste Beispiel sind kleine Inseln und Atolle im Südpazifik, die in absehbarer Zeit unter dem steigenden Meeresspiegel versinken werden. Doch auch die durch die globale Erwärmung ausgelösten Migrationsbewegungen könnten Teil dieses Problems werden.

Diese Herausforderungen sind seit einigen Jahren Gegenstand eines – bislang eher akademischen – Diskurses von Wissenschaftlern und Finanzexperten. Bislang sind verschiedene Modelle entwickelt worden; wichtige rechtliche und finanzielle Aspekte jedoch noch ungeklärt und umstritten. Was ist der aktuelle Stand der Diskussionen? Gibt es bereits erste Projekte, aus denen sich Schlüsse für Möglichkeiten und Grenzen solcher Instrumente ableiten lassen? Welche Rolle können Versicherungen im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten spielen?

Nach einer Einführung in die grundlegende Idee der Regulierung von L&D identifiziert das von PIK und KAS RECAP entwickelte policy paper die wesentlichen Fragestellungen. Es vergleicht bestehende Modellen und neue Ansätzen. Und es zieht Schlussfolgerungen, wie alle betroffenen Akteure - Entwicklungsbanken, Finanz- und Versicherungsinstitute, politische Entscheidungsträger und lokale Gemeinschaften - mit durch den Klimawandel verursachten Schäden und einer angemessenen Kompensation umgehen können.

Das Papier basiert auf den Diskussionen und Erkentnnissen eines Workshops, den KAS RECAP und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 17. und 18. Februar 2017 in Hongkong SAR, China veranstaltet haben. Über 20 internationale Experten zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen und Branchen erarbeiteten dabei innovative Konzepte für eine nachhaltige L&D-Politik.

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Indien

Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

China China