Länderberichte

Die European Games in Minsk 2019

von Wolfgang Sender
Über die Beziehung zwischen Sport und Politik
Im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland 2018 kam es unter anderem im Deutschen Bundestag am 14. Juni 2018 zu einer intensiven Debatte um die politischen Rahmenbedingungen in Russland und zur Beziehung zwischen Sport und Politik. 2019 sind im Unionsbruderstaat von Russland, der Republik Belarus, die European Games geplant. Welche Rahmenbedingungen sind hier zu erwarten und zu beachten?

Nachdem das Europäische Olympische Komitee (EOK) 2011 die European Games analog zu Spielen auf anderen Kontinenten initiiert hatte, fanden diese vom 12. bis zum 28. Juni 2015 zum ersten Mal in Baku (Aserbaidschan) statt. Als Austragungsort der zweiten European Games wurden im Mai 2015 zunächst die Niederlande während einer außerordentlichen Generalversammlung des Europäischen Olympischen Komitees (EOK) bestimmt. Die niederländische Regierung erklärte jedoch wenige Tage später, dass man die European Games doch nicht ausrichten werde. Stolperstein war nach Aussagen eines belarussischen Topmanagers der Belarussischen Direktion der European Games in Minsk neben logistischer Herausforderungen die Summe von 60 Millionen Euro, die die Niederlande zum ursprünglichen Gesamtbudget der Spiele von 125 Millionen Euro dazuschießen sollten. Das EOK begann daher Verhandlungen mit anderen Verbänden, die Interesse an einer Austragung zeigten. Am 21. Oktober 2016 wurde vom EOK die Hauptstadt der Republik Belarus, Minsk, zum Ausrichter der zweiten European Games bestimmt. Hier werden die Spiele vom 21. bis 30. Juni 2019 stattfinden.

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Ansprechpartner

Dr. Wolfgang Sender

Dr

Leiter des Auslandsbüros Belarus

wolfgang.sender@kas.de + 370 52 629475 + 370 52 122294

Über diese Reihe

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