Länderberichte

Tanz auf dem Vulkan?

von Babak Khalatbari
Pakistan nach dem Tod von Osama bin Ladin
Das Jahr 2011 markiert einen historischenWendepunkt im Kampf gegen den internationalenTerrorismus. Im Rahmen einerKommandoaktion töteten am 2. Mai NavySeals den spirituellen Führer von al-Qaida.Der Tod Osama bin Ladins kann als wichtigerErfolg der Weltgemeinschaft bewertetwerden. Daher verwundert es nicht,dass man sich vielerorts über die Tötungdes Terrorpaten erleichtert zeigte - in denUSA wurde dessen Eliminierung sogarteilweise bejubelt und gefeiert.

Ein bitterer Nachgeschmack will trotzdem

nicht weichen, denn bis dato ist ungeklärt,

wie sich der meistgesuchte Terrorist der

Welt in der wohlbehüteten Garnisonsstadt

Abbottabad so lange unbehelligt vor den

Augen des Militärs verstecken konnte. Pakistan

gilt als enger Verbündeter im Kampf

gegen den Terrorismus und wichtiger Partner

der USA. Umso mehr verwundert es,

dass die amerikanischen Einsatzkräfte ihren

Zugriff ohne jedwede Vorabinformation Pakistans

umsetzten. Traut man Pakistan nicht

mehr? Erhielt der Terrorfürst womöglich Unterschlupf

oder Unterstützung vom pakistanischen

Geheimdienst, oder ist der berühmt-

berüchtigte Inter-Services Intelligence

(ISI) so inkompetent, dass er von der

mehrjährigen Anwesenheit nichts mitbekam?

Gerade nach dem jüngsten Terrorangriff

auf die Marinebasis PNS Mehran stellt

sich die Frage, ob und inwiefern Militärapparat

und Geheimdienst der südasiatischen

Atommacht von Islamisten unterwandert

sind. Droht dem Staat und seinen 180 Millionen

Einwohnern ein Abgleiten ins Chaos?

Was sind die größten Gefahren für das

Land? Sind die politischen Beziehungen zwischen

Washington und Islamabad tatsächlich

so zerrüttet, wie von vielen Medien

porträtiert? Und wie steht es um die Sicherheit

der pakistanischen Atombomben? All

dies sind aktuelle Fragen, die in diesem Bericht

aufgegriffen werden. Die Analyse

stützt sich auf Meinungstrends, welche

durch eine Umfrage unter 500 Personen in

Pakistan am 25. und 26. Mai 2011 sowie

Experten-Interviews generiert wurden.

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Ansprechpartner

Fabian Blumberg

Fabian Blumberg bild

Leiter des Regionalprogramms Golfstaaten

fabian.blumberg@kas.de +96 26 59 29 777
Faisal Moschee

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.