Andrea Kolb (in Elternzeit)

Referentin für Subsahara-Afrika

Andrea Kolb, geb. 1977, ist seit 01. Oktober 2016 Länderreferentin im Team Subsahara-Afrika. Von 2011 - 2016 Leiterin des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Senegal / Mali. Zuvor war sie fünf Jahre in der KAS in Berlin tätig, zunächst als Koordinatorin des Sektorprojektes Entwicklungspolitik, später als Länderreferentin für West- und Zentralafrika. Davor hat sie knapp vier Jahre für die GTZ in Projekten der Demokratieförderung und Krisenprävention gearbeitet, als Fachassistentin in Eschborn und als Projektassistentin in Ruanda und Burundi. Begonnen hat sie ihre berufliche Laufbahn als Logistikerin-Administratorin mit "Ärzte Ohne Grenzen" in der Demokratischen Republik Kongo. Sie hat ihr Studium komplett in Frankreich absolviert und mit einer „Maîtrise“ in Interkultureller Psychologie an der Université de Toulouse le Mirail abgeschlossen sowie einem „D.E.S.S./Master“ in Politikwissenschaften/Internationale Beziehungen am Institut d’Etudes Politiques de Toulouse. Gebürtig kommt sie aus Bonn.

Andrea Kolb ist vom 06.07.2018 bis zum 30.09.2020 in Elternzeit

Einen ausführlichen Lebenslauf von Andrea Kolb finden Sie hier auf Deutsch und auf Französisch.

Weitere Informationen zur Person finden Sie hier:

Lebenslauf (.pdf)

Publikationen

Länderberichte

Referendum bestätigt Macky Sall nur knapp

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Die Senegalesen haben sich am 20. März 2016 knapp für die Verfassungsreform ihres Staatspräsidenten Macky Sall ausgesprochen. Gemäß Hochrechnungen verschiedener öffentlicher wie privater Medien haben etwa 62,9 Prozent der Wähler mit JA gestimmt und 37,11 Prozent mit NEIN. Mit nur 40,42 Prozent lag die Wahlbeteiligung der über 5 Millionen Stimmberechtigten jedoch deutlich unter-halb des Niveaus der letzten Präsidentschaftswahl 2012.

Länderberichte

Macky Sall bleibt sieben Jahre

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

DIE 2012 VERSPROCHENE VERKÜRZUNG DES PRÄSIDENTENMANDATS AUF 5 JAHRE BLEIBT AUS – HEFTIGE REAKTIONEN IM LAND
Am 16. Februar 2016 hat Staatspräsident Macky Sall angekündigt, dass seine Amtszeit nun doch sieben Jahren betragen werde. Sie werde nicht auf fünf Jahre verkürzt wie er während seines Wahlkampfes 2012 versprochen hatte. Die Entscheidung wurde durch den senegalesischen Verfassungsrat herbeigeführt. Von vielen wird Macky Sall ob seines ehrlichen Einsatzes bis zu allerletzt für die Mandatsverkürzung gelobt. Aktivisten der Zivilgesellschaft und die politische Opposition werfen ihm hingegen politisches Kalkül vor.

Auslandsinformationen

Senegal nach zwei Jahren Regierung Macky Sall

von Andrea Kolb (in Elternzeit), Ute Gierczynski-Bocandé

Stabilität, bessere Regierungsführung, aber wenige sichtbare Erfolge
Der friedliche Machtübergang von Präsident Abdoulaye Wade zu Präsident Macky Sall im April 2012 hat in Senegal hohe Erwartungen geweckt. Sall setzte in seinem Regierungsprogramm fünf Prioritäten: eine landwirtschaftliche Strukturreform, Preissenkungen von Grundnahrungsmitteln, die Beendigung der Energiekrise, die Beilegung des Casamance-Konfliktes und die Verschlankung staatlicher Institutionen. Zu seiner größten Aufgabe gehört aber, die Legitimität des Staates wiederherzustellen.

Analysen und Argumente

Sicherheit und Entwicklung im Sahel

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Empfehlungen für die deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik
Die Sahelzone hat sich im letzten Jahr zu einem regionalen Krisenherd entwickelt, der auch nach der Lösung des akuten Konfliktes in Mali Europa weiterhin tangieren wird. Ethnische Konflikte schwächen die Region und bieten so extremistischen Gruppen einen fruchtbaren Nährboden für terroristische Aktivitäten. Dieses Papier gibt Handlungsempfehlungen für die deutsche Außenpolitik, basierend vor allem auf den Entwicklungen in Mali.

Länderberichte

Mali - Wie geht es weiter?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, um das Land nachhaltig wieder aufzubauen?
Am 28. Juli und 11. August 2013 sollen in Mali Präsidentschaftswahlen stattfinden. Die Wahlen sind eine wichtige Etappe im Wiederaufbauprozess, aber keineswegs ausreichend für einen grundlegenden Veränderungsprozess, den das Land dringend benötigt. Die Fokalisierung auf das Terrorismusproblem stellt eine Behebung der tatsächlichen Konfliktursachen der Krise in den Hintergrund. Diese liegen vor allem in der fragilen Staatlichkeit und Führungsschwäche einer alten politischen Elite, die die Tuareg-Frage nicht zu lösen vermochte.

Einzeltitel

Welche Strategie für Mali?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Mögliche Unterstützungmaßnahmen für Deutschland und die EU
Nach dem militärischen Eingreifen der Franzosen auf Anfrage der malischen Übergangsregierung stellt sich die Frage, wie Europa und Deutschland zur nachhaltigen Friedensentwicklung in Mali und Prävention zukünftiger Krisen in der Region beitragen können.

Länderberichte

Wer sind die Tuareg?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Wenn die Islamisten in Mali besiegt sind, bleibt der Konflikt mit den Tuareg
Die Erfolge der internationalen Militärintervention geben Hoffnung im Kampf gegen die militärische Bedrohung der Islamisten in Mali. Diese hatten im April 2012 den Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung zur Befreiung von Azawad (MNLA) ihre jüngst eroberten Gebiete im Norden Malis abgenommen. Nach einem möglichen Sieg über die islamistischen Terroristen wird der Konflikt mit den Tuareg aber weiterhin ungelöst bleiben. Die MNLA fordert bereits jetzt Verhandlungen mit der Regierung und beteuert immer nachdrücklicher, mit dem malischen Staat zusammenarbeiten zu wollen.

Länderberichte

Militärischer Einsatz in Mali

von Hardy Ostry, Andrea Kolb (in Elternzeit), Elke Erlecke, Hildegard Behrendt-Kigozi, Ellinor Zeino-Mahmalat, Anne Elisabeth Ludwigs

Reaktionen aus der Region
Das Land Mali grenzt an sieben Nachbarländer, die nahezu alle mit innenpolitischen Herausforderungen kämpfen. Ein verstärktes Übergreifen der ‚Nebenwirkungen’ des Konflikts in Mali, sprich der organisierten Kriminalität, terroristischer Aktivitäten und Übergriffe sowie des Waffenhandels gilt es daher unbedingt zu vermeiden. Aus unseren Büros in Tunesien, Senegal, Benin, Nigeria und Marokko berichten unsere Auslandsmitarbeiter über Reaktionen und Hintergründe aus der Region.

Themen & Projekte