Pressemitteilungen

Konrad-Adenauer-Stiftung legt Lateinamerika-Demokratieindex 2012 vor

Erfolge bei Demokratie und Wachstum – Risiken durch organisierte Kriminalität und politischen Messianismus

Lateinamerika durchläuft derzeit eine Phase, die sich durch Demokratie und einen relativen Wirtschaftsboom auszeichnet. Erhebliche Erfolge konnten bei der Armutsbekämpfung erzielt werden. Die größten Risiken liegen aber in der zunehmenden Gewalt durch das organisierte Verbrechen, die Anfälligkeit des wirtschaftlichen Wachstums durch Turbulenzen auf den internationalen Märkten und im politischen Messianismus als Führungsphänomen.

Dies sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen Demokratiereports IDD-Lat 2012, in dem die Konrad-Adenauer-Stiftung und das argentinische Onlineportal polilat.com zum zehnten Mal die Demokratieentwicklung Lateinamerikas anhand vielfältiger Indikatoren einer Prüfung unterziehen. Am besten schneiden – wie schon in den Vorjahren – Costa Rica, Chile und Uruguay ab, auf den hinteren Plätzen finden sich Bolivien, Guatemala, Dominikanische Republik, Ekuador und als Schlusslicht Venezuela.

Ziel des Demokratieindex IDD-LAT der Konrad-Adenauer-Stiftung ist es, die politischen Entwicklungstendenzen Lateinamerikas zu beleuchten und den aktuellen Stand der Demokratie-Entwicklung in der Region mit ihren Stärken und Schwächen eingehend zu analysieren und darzustellen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung will damit Politikern in Führungsfunktionen ein transparentes Instrument der Schwachstellenanalyse in die Hand geben sowie den Bürgern es ermöglichen, sich gezielt für mehr Demokratie zu engagieren.

Die Messung des IDD-Lat umfasst 18 Länder Lateinamerikas und wird auf der Grundlage folgender Dimensionen der demokratischen Entwicklung erstellt: Grundvoraussetzungen der Demokratie, Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten, Qualität der Institutionen und politische Effizienz sowie Regierungsfähigkeit, bezogen auf die Umsetzung wohlstands- und wachstumsfördernder Politikkonzepte.

Eine Zusammenfassung in deutscher Sprache können Sie einsehen unter: http://www.kas.de/uruguay/de/publications/32715

Ausführliche Informationen zum Demokratieindex finden Sie in spanischer Sprache unter: http://www.kas.de/uruguay/es/publications/32715/

Über diese Reihe

Unsere Ansprechpartner:

Bestellinformationen

erscheinungsort

Berlin Deutschland

Dr. Johann von Diest

Dr

Pressereferent

Johann.Diest@kas.de +49 30 26996-3591

Julia Berger

Julia Berger bild

Presseassistentin

Julia.Berger@kas.de +49 30 26996-3272