Bericht zum Forum I - Demokratie-Kongress 2012

Forum I: „Internet und Politik. Die Modernisierung der Demokratie durch die elektronischen Medien"

Mit der Entwicklung des Internets sind neue Möglichkeiten der politischen Kommunikation geschaffen worden, da die neuen Foren eine offene und schnelle Partizipation am politischen Prozess ermöglichen. Dieses stellt für die Demokratie, Bürger und Politiker ein modernes Medium des Austausches dar. Aber nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken wurden im Forum I diskutiert.

Die Arbeitsgruppen 1 „Facebook, Blogs und Twitter“ und 2 „Chancen für die politische Kommunikation“ des Forums I „Internet und Politik“ entschlossen sich spontan gemeinsam zu diskutieren. Die Moderatoren Dr. Mario Voigt MdL und Ralf Güldenzopf stellten zu Beginn die Referenten Prof. Dr. Wolfgang Stock, Tankred Schipanski MdB, Andreas Jungherr und Arne Petrich vor.

In Forum I wurde sich über die Möglichkeiten der politischen Kommunikation im Internet mittels Facebook und Twitter ausgetauscht. Die Moderatoren und Referenten verdeutlichten die Veränderungen durch das Internet, da das „Netz“ mittlerweile neben dem Fernseher als wichtigstes Informationsmittel gilt. Des Weiteren diskutierten sie die große Bedeutung von Webseiten und Social Media für die politische Kommunikation, denn 10 % der Deutschen nutzen das Internet zur politischen Informationsgewinnung und als Partizipationsmöglichkeit. Vor allem das Spannungsfeld zwischen der klassischen Zeitung und dem Netz wurde diskutiert. Prof. Stock unterstrich, dass "die Gesellschaft in Netz und Gedrucktes gespalten ist" und fügte hinzu, dass „140 Zeichen nicht ausreichen. Es bedarf auch längere redaktionelle Beiträge in einer Zeitung. Nur hier können komplexe Themen erklärt werden.“ Dr. Mario Voigt MdL fügte zu diesem Thema an, dass „Parteien als Ideenfindungsorganisationen wichtig sind“ und „soziale Netze eine direkte und kostengünstige Kommunikation mit den Bürgern ermöglichen. Damit verlieren die klassischen Medien als Mittler von Politik an Einfluss.“ Tankred Schipanski MdB entgegnete mit seiner Aussage, dass „ein persönlicher Kontakt durch Facebook nicht ersetzt werden kann.“ und Arne Petrich unterstützte mit seiner Aussage „bei aller online-Kommunikation darf die offline-Kommunikation nicht zurückbleiben“ die Position von Herrn Schipanski.

Für die Zukunft ist damit festzuhalten, dass „das Web 2.0 erlernt werden kann“ (Ralf Güldenzopf) und zielgerichtet für die politische Kommunikation genutzt werden wird.

Kontakt

Maja Eib

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Landesbeauftragte für Thüringen und Leiterin des Politischen Bildungsforums Thüringen

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