Europa und Afrika

Die Beziehungen zwischen der EU und Afrika

Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Italien veranstaltete am 22. März 2018 den zweiten Workshop der Seminarreihe in Zusammenarbeit mit dem Observatorium Deutschland-Italien-Europa (OGIE) der Universität LUMSA. Im Mittelpunkt der Diskussion, an der die Experten Präfekt Ronconi, ehemaliger Direktor für Einwanderung der Italienischen Staats- und Grenzpolizei sowie Koordinator des Projektes „Nigerim“, Istituto Sturzo, Herr Dr. Quercia, Direktor des Center for Near Abroad Strategic Studies, und Frau Dr. Tewolde, CEO der Italia Africa Business Week, teilnahmen, standen die Beziehungen zwischen der EU und Afrika. Ein besonderer Fokus lag auf den Aspekten Migration, Entwicklung und Investitionen.

Präfekt Rodolfo Ronconi, ehemaliger Direktor für Einwanderung der Italienischen Staats- und Grenzpolizei sowie Koordinator des Projektes „Nigerim“, Istituto Sturzo, hob den Stellenwert einer würdevollen Aufnahme von Migranten aus Afrika hervor. Manchmal vergesse Italien seine eigene Geschichte, so Ronconi und verwies auf die Tatsache, dass viele Italiener in der Vergangenheit ebenfalls ihr Land verlassen und auf einen anderen Kontinent ausgewandert sind.

Frau Dr. Mehret Tewolde, CEO der Italia Africa Business Week, analysierte in ihrem Beitrag das Migrationsphänomen und die Rolle Italiens in den Beziehungen mit Afrika. Man solle, so Tewolde, eine neue Haltung gegenüber Afrika einnehmen und ein Bewusstsein entwickeln, dass man gleichberechtigte Gesprächspartner sei. Neue Synergien und Investitionen seien nötig, besonders in den Bereichen Gesundheitswesen und Ernährung.

Herr Dr. Paolo Quercia, Direktor des Center for Near Abroad Strategic Studies, fokussierte den Zusammenhang zwischen Migration und Sicherheit. Die heutigen Migrationsströme seien – im Gegensatz zu denen, die in der Vergangenheit bzw. in einem unterschiedlichen geopolitischen Kontext geschehen seien - unsichere Migrationsphänomene. Dies vor allem im Hinblick auf die Transitländer, wo kriminelle und terroristische Organisationen agieren, so Quercia.

Im Kontext des Workshops haben die Studenten des Observatoriums Deutschland-Italien-Europa (OGIE) die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit zum diesem Themenschwerpunkt erläutert. Die Referenten haben mit ihren Hinweisen wichtige Beiträge für die weitere Analyse der Studenten geliefert.