Was ist Open Data?

Informationen, die elektronisch verarbeitet werden können, spielen

in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Grundlage für diese Informationen

sind Daten. Sie sind eine unerschöpfliche, nachwachsende

Ressource, welche vor allem durch gemeinsames Nutzen

einen Mehrwert generiert, der nicht mehr nur allgemein Politik,

Wissenschaft und Wirtschaft betrifft, sondern direkt die Bürgerinnen

und Bürger.

Definition Open Data

Der Begriff „Open Data” (deutsch offene Daten) beschreibt ein

Konzept, bei dem diese maschinenlesbaren und strukturierten

Informationen durch die Verwendung offener Nutzungsrechte von

jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden

können. Die Nutzung dieser offenen Daten darf laut der Open-

Definition nur eingeschränkt werden, um den Ursprung durch

Quellennennung und die Offenheit der in ihnen enthaltenen Informationen

sicherzustellen. Diese offenen Daten dürfen jedoch

keine personenbezogene Daten oder Daten, die dem Datenschutz

unterliegen, beinhalten. Open Data folgt hier der Maxime der

Hackerethik: öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.

Im Gegensatz zu bereits verarbeiteten und meist rechtlich geschützten

Informationen handelt es sich bei diesen Daten oft nicht

nur um Text- oder Bildmaterial, sondern um Tabellen, Karten oder

Datenbanken. In diesem Zusammenhang wird auch von „Rohdaten”

gesprochen, die als Grundlage für die letztendlich aufbereitete

Information dienen. Diese Daten können aus den unterschiedlichsten

Bereichen der Gesellschaft stammen: Geodaten, Kulturdaten,

Daten aus Wissenschaft und Forschung sowie Wetter- und

Umweltdaten.

Open Government Data

Offene Daten werden in der politischen Auseinandersetzung oft

synonym für „Open Government Data” verwendet, also für Daten

der öffentlichen Verwaltung welche die Eigenschaften öffentlicher

Güter erfüllen. Diese offenen Behördendaten sind eine Grundlage

für den Prozess der Öffnung von Regierungs- und Verwaltungshandeln,

der wiederum als „Open Government” bezeichnet wird.

Bei Open Data geht es also um den Zugang zu Wissen, meist in

Form von Steuergeldern finanzierten Daten. Der Zugang zu diesem

Wissen stellt in einer gut funktionierenden, demokratischen

Gesellschaft für Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Voraussetzung

zur gesellschaftlichen Teilhabe dar. Ch. H.

Tipp

Mehr Informationen zur Open-Definition finden Sie in englischer

Sprache hier.

Open Data